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Mann erschiesst in Sozialamt zwei Frauen

Eine Bluttat schockt Neuseeland: Ein Mann schiesst in einem Arbeitsamt um sich. Der Tatverdächtige wird erst nach sieben Stunden Fahndung gestellt. Noch vor kurzem soll er einer Zeitung Interviews gegeben haben.

Schütze ist auf der Flucht: Polizist zeigt das Bild des gesuchten Mannes. (Screenshot: TVNZ-News)
Schütze ist auf der Flucht: Polizist zeigt das Bild des gesuchten Mannes. (Screenshot: TVNZ-News)

Ein Gewalttäter hat in einem Arbeitsamt auf der Südinsel Neuseelands zwei Mitarbeiter erschossen und ist anschliessend auf einem Fahrrad geflohen. Eine weitere Person wurde bei der Attacke in der Kleinstadt Ashburton verletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach siebenstündiger Fahndung nahmen die Ermittler einen 48 Jahre alten Tatverdächtigen fest. Eine Hundestaffel spürte ihn in der Nähe eines Sees auf. Der Mann zog sich kleinere Bisswunden zu, wie es weiter hiess.

Der Täter soll am Morgen laut Augenzeugenberichten mit einer schwarzen Sturmhaube vermummt in dem Arbeitsamt mit einer Schrotflinte um sich geschossen haben. Während der stundenlangen Fahndung hatte die Polizei Anwohner aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben und sich dem Verdächtigen nicht zu nähern.

Es soll sich um einen Obdachlosen handeln, der wegen seiner prekären Lage zuletzt E-Mails an mehrere Abgeordnete geschrieben und der Lokalzeitung «Ashburton Guardian» in einem Interview seine Probleme geschildert hatte.

Schwierigkeiten bei der Unterkunftssuche

Der Parlamentarier Winston Peters erklärte, der Mann habe seiner Partei Mitte August in einer E-Mail von Schwierigkeiten bei der Unterkunftssuche berichtet. Man habe dem Mann unmittelbar geantwortet, aber keine weiteren Nachrichten von ihm erhalten.

Dem «Ashburton Guardian» hatte der Verdächtige in den vergangenen Wochen erzählt, er habe in australischen Minen gearbeitet und nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt in einem Zelt hausen müssen, weil er sich keine Sozialwohnung sichern konnte.

Die bei der Attacke verletzte Person wurde in eine Klinik gebracht. Sie befinde sich in ernstem, aber stabilem Zustand, hiess es.

«Das trifft den Ort ziemlich hart»

Ashburton hat rund 18'000 Einwohner. Der Ort liegt rund 90 Kilometer südwestlich von Christchurch. Der Bürgermeister der Kleinstadt, Angus McKay, sagte laut der Zeitung «The New Zealand Herald», die Tragödie werde zahlreiche Menschen in der Kommune betreffen. «Das trifft den Ort ziemlich hart.»

Sozialministeriumschef Brendan Boyle bestätigte, dass alle drei Opfer für die Behörde gearbeitet hätten. «Wir sind alle am Boden zerstört wegen des Todes unserer beiden Kollegen bei der schockierenden Attacke.» Auch das dritte Opfer werde in ihre «Gedanken und Gebete» aufgenommen. Angaben zu der Identität der Toten und des Schwerverletzten wurden zunächst keine gemacht.

AP/sda/chk

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