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Mann beschuldigt Michael Jackson der «Gehirnwäsche»

Ein heute 36-Jähriger behauptet, in den 80er-Jahren mehr als hundert Mal von Michael Jackson missbraucht worden zu sein. Der Anwalt des verstorbenen Popstars bezeichnet den Mann als geldgierig.

Sollen während einer Tour im Jahr 1988 regelmässig das Bett geteilt haben: James Safechuck (mitte) und Michael Jackson.
Sollen während einer Tour im Jahr 1988 regelmässig das Bett geteilt haben: James Safechuck (mitte) und Michael Jackson.

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson: Ein inzwischen 36 Jahre alter Mann aus Los Angeles beschuldigt den 2009 verstorbenen US-Sänger, sich in den späten 1980er-Jahren sexuell an ihm vergangen zu haben. James Safechuck habe Jackson im Alter von zehn Jahren kennengelernt und sei von ihm über einen Zeitraum von vier Jahren mehr als hundert Mal missbraucht worden, erklärten dessen Anwälte.

Safechuck trat demnach in einem Werbespot mit dem Popstar auf und teilte während einer Tournee im Jahr 1988 regelmässig das Bett mit dem Sänger. Seine Anwälte werfen Jackson vor, den Jungen einer «Gehirnwäsche» unterzogen zu haben, um ihm weiszumachen, es habe sich um liebevolle Gesten gehandelt.

Anwalt: Safechuck geht es nur ums Geld

Der mit der Verwaltung von Jacksons Erbe betraute Anwalt Howard Weitzman wies die Vorwürfe zurück. Er hoffe, dass kein Verfahren eröffnet werde. Safechuck, der seine Beschuldigungen mehr als zwanzig Jahre nach den vermeintlichen Taten vorgebracht habe, gehe es nur ums Geld. Eine Gerichtsanhörung wurde für den 4. September angesetzt.

Der US-Sänger war am 25. Juni 2009 nach der Einnahme eines Narkosemittels gestorben, während er sich auf eine Serie von Comeback-Konzerten vorbereitete. Im vergangenen Jahr hatte ein 31-jähriger Australier ähnliche Vorwürfe gegen Jackson erhoben. Der «King of Pop» sah sich bereits zu Lebzeiten immer wieder dem Vorwurf des Kindesmissbrauchs ausgesetzt. 2005 wurde er nach einem spektakulären Gerichtsverfahren freigesprochen. Seine Karriere und sein Ruf nahmen jedoch dauerhaft Schaden.

AFP/mrs

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