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Manchester-Anschlag: Eine Spur führt nach Deutschland

Der Bruder des Attentäters soll in Leipzig und Weissenfels gewesen sein. Seine Besuche könnten auf einen libyschen Zirkel zur Terrorfinanzierung in Deutschland hindeuten.

foa
Hashem Abedi besorgte seinem Bruder und Attentäter Salaman Abedi den Sprengstoff: Eine Frau zündet eine Kerze für die Opfer des Attentats in Manchester an. (23. Mai 2017)
Hashem Abedi besorgte seinem Bruder und Attentäter Salaman Abedi den Sprengstoff: Eine Frau zündet eine Kerze für die Opfer des Attentats in Manchester an. (23. Mai 2017)
EPA/ANDY RAIN, Keystone
Über seine Bewegungen versuchen Experten zu analysieren, ob Abedi Bauteile für die Bombe auf sich trug.
Über seine Bewegungen versuchen Experten zu analysieren, ob Abedi Bauteile für die Bombe auf sich trug.
Greater Manchester Police, AFP
Was befindet sich in dem blauen Rollkoffer?
Was befindet sich in dem blauen Rollkoffer?
Greater Manchester Police, AFP
Beim Anschlag in der Manchester Arena hat Abedi 22 Menschen getötet und viele weitere verletzt.
Beim Anschlag in der Manchester Arena hat Abedi 22 Menschen getötet und viele weitere verletzt.
Greater Manchester Police, AFP
Der Polizeichef von Manchester informiert nach dem Anschlag die Medien.
Der Polizeichef von Manchester informiert nach dem Anschlag die Medien.
Peter Byrne/PA via AP, Keystone
US-Präsident Donald Trump hat in Brüssel angekündigt, dass er die Verantwortlichen für die Weitergabe interner Ermittlungsergebnisse zum Anschlag in Manchester verfolgen werde. (25. Mai 2017)
US-Präsident Donald Trump hat in Brüssel angekündigt, dass er die Verantwortlichen für die Weitergabe interner Ermittlungsergebnisse zum Anschlag in Manchester verfolgen werde. (25. Mai 2017)
Matt Dunham (AP), Keystone
Die Bewohner der Stadt rücken zusammen: Trauernde bei einer Kundgebung im Zentrum von Manchester. (23. Mai 2017)
Die Bewohner der Stadt rücken zusammen: Trauernde bei einer Kundgebung im Zentrum von Manchester. (23. Mai 2017)
Andy Rain, Keystone
Kerzen und Botschaften in Manchester zum Gedenken an die Opfer.
Kerzen und Botschaften in Manchester zum Gedenken an die Opfer.
Jeff J Mitchell/Getty Images, Keystone
Ein Mann legt eine Rose nieder.
Ein Mann legt eine Rose nieder.
Ben Stansall, AFP
Kamen Jugendlichen beim Anschlag zur Hilfe: Joan Grande (rechts) und ihre Tochter Ariana.
Kamen Jugendlichen beim Anschlag zur Hilfe: Joan Grande (rechts) und ihre Tochter Ariana.
Instagram
Brachte Teenager in Sicherheit: Die 48-jährige Paula Robinson wird als Heldin gefeiert.
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Facebook
Täter identifiziert: Forensiker durchsuchen das Gelände um das Haus, in dem Salman Abedi gewohnt hat. (23. Mai 2017)
Täter identifiziert: Forensiker durchsuchen das Gelände um das Haus, in dem Salman Abedi gewohnt hat. (23. Mai 2017)
Danny Lawson/AP, Keystone
«Wir haben einen Job zu erledigen»: Trainer von Manchester United, José Mourinho, in Stockholm. (23. Mai 2017)
«Wir haben einen Job zu erledigen»: Trainer von Manchester United, José Mourinho, in Stockholm. (23. Mai 2017)
Steve Bardens, Keystone
Offenbar handelt es sich bei Abedis Haus um den Ort, wo die Polizei am Morgen eine kontrollierte Explosion vorgenommen hat.
Offenbar handelt es sich bei Abedis Haus um den Ort, wo die Polizei am Morgen eine kontrollierte Explosion vorgenommen hat.
Danny Lawson/AP, Keystone
Einkaufszentrum evakuiert: Menschen vor dem Arndale Shopping Center in Manchester am Tag nach dem Anschlag am Konzert von Ariana Grande. (23. Mai 2017)
Einkaufszentrum evakuiert: Menschen vor dem Arndale Shopping Center in Manchester am Tag nach dem Anschlag am Konzert von Ariana Grande. (23. Mai 2017)
Rui Vieira/AP, Keystone
Gerüchten zufolge war der Evakuierung eine Bombendrohung vorausgegangen.
Gerüchten zufolge war der Evakuierung eine Bombendrohung vorausgegangen.
Rui Vieira, Keystone
Polizisten auf einer Brücke am Victoria-Bahnhof in Manchester.
Polizisten auf einer Brücke am Victoria-Bahnhof in Manchester.
Rui Vieira, Keystone
Angespannte Sicherheitslage: Polizisten patrouillieren in der Nähe der Manchester Arena.
Angespannte Sicherheitslage: Polizisten patrouillieren in der Nähe der Manchester Arena.
Oli Scarff, AFP
Der Attentäter war unter den Opfern: Forensiker verlassen die Manchester Arena. (23. Mai 2017)
Der Attentäter war unter den Opfern: Forensiker verlassen die Manchester Arena. (23. Mai 2017)
Keystone
Das Gebiet um die Manchester Arena und den Bahnhof Victoria Station bleibt während der forensischen Untersuchungen gesperrt.
Das Gebiet um die Manchester Arena und den Bahnhof Victoria Station bleibt während der forensischen Untersuchungen gesperrt.
Keystone
Ein Polizist sucht die Umgebung ab.
Ein Polizist sucht die Umgebung ab.
Danny Lawson/PA via AP, Keystone
Überlebende versuchen sich zu fassen.
Überlebende versuchen sich zu fassen.
Christopher Furlong/Getty Images, Keystone
Während des letzten Songs ertönt ein lauter Knall: Polizei und Konzertbesucher vor der Manchester Arena. (22. Mai 2017)
Während des letzten Songs ertönt ein lauter Knall: Polizei und Konzertbesucher vor der Manchester Arena. (22. Mai 2017)
Peter Byrne, Keystone
Explosion in Manchester: Die Polizei riegelt das Gebiet um die Konzertarena ab. (22. Mai 2017)
Explosion in Manchester: Die Polizei riegelt das Gebiet um die Konzertarena ab. (22. Mai 2017)
Peter Byrne, Keystone
Die Polizei ist auf dem Weg zur Veranstaltungsort. (22. Mai 2017)
Die Polizei ist auf dem Weg zur Veranstaltungsort. (22. Mai 2017)
Peter Byrne, Keystone
Noch ist das Ausmass der Explosion unklar. Zu Beginn war auch nicht klar, ob es sich um einen Anschlag oder einen andersartigen Vorfall handelt. (22. Mai 2017)
Noch ist das Ausmass der Explosion unklar. Zu Beginn war auch nicht klar, ob es sich um einen Anschlag oder einen andersartigen Vorfall handelt. (22. Mai 2017)
Paul Ellis, AFP
Die Lage ist laut Polizei unübersichtlich. (22. Mai 2017)
Die Lage ist laut Polizei unübersichtlich. (22. Mai 2017)
Peter Byrne, Keystone
Die Bevölkerung von Manchester ist aufgerufen, den Bereich um den Veranstaltungsort zu meiden. (22. Mai 2017)
Die Bevölkerung von Manchester ist aufgerufen, den Bereich um den Veranstaltungsort zu meiden. (22. Mai 2017)
Peter Byrne, Keystone
Panik in Manchester: Fans von Ariana Grande rennen aus dem Konzertsaal. (22. Mai 2017)
Panik in Manchester: Fans von Ariana Grande rennen aus dem Konzertsaal. (22. Mai 2017)
Screenshot Twitter
Laut einem Sprecher geht es ihr gut: Ariana Grande bei einem Konzert. (Archivbild)
Laut einem Sprecher geht es ihr gut: Ariana Grande bei einem Konzert. (Archivbild)
John Salangsang, Keystone
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Nach dem tödlichen Anschlag auf ein Konzert in Manchester verfolgen die Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge auch eine Spur nach Deutschland. Der Bruder und mutmassliche Komplize des Manchester-Attentäters Salman Abedi sei zwei Mal nach Leipzig und Weissenfels gereist, berichtete der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise. So habe die Bundespolizei Hashem Abedi am 17. Dezember 2016 ohne Fahrkarte im Zug von Weissenfels nach Leipzig kontrolliert. Dabei habe sich der Engländer mit libyschen Wurzeln gegenüber den Beamten mit seinem britischen Führerschein ausgewiesen.

Verdacht auf Libyschen Zirkel

Abedi, der seinem älteren Bruder Salman den Sprengstoff beschafft und ihn logistisch unterstützt haben soll, soll dem Bericht zufolge drei libysche Geschäftsleute in Sachsen-Anhalt und Leipzig kontaktiert haben, die unter anderem in Weissenfels dutzende Wohnungen angekauft hätten. Alle drei Investoren seien als Geldwäscher eingestuft, hätten britische Geheimdienstbehörden kurz nach dem Anschlag vom Mai ihre deutschen Kollegen informiert. Nach britischen Hinweisen würden die deutschen Behörden dem Verdacht nachgehen, die Reisetätigkeiten Abedis könnten auf einen libyschen Zirkel zur Terrorfinanzierung in Deutschland hindeuten.

Die Staatsanwaltschaft Halle durchsuchte nach Informationen des «Kölner Stadt-Anzeigers» vergangenen Juli die Geschäftsräume eines der drei Unternehmer in Weissenfels und Leipzig. Es gehe um Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigung von Arbeitskräften.

Hashem Abedi wurde nach dem Manchester-Attentat in seiner libyschen Heimat festgenommen. Er räumte laut libyscher Polizei ein, von den Anschlagsplänen seines Bruders gewusst zu haben. Er soll wie Salman Abedi Mitglied der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein. Bei dem Anschlag im Mai starben 22 Besucher eines Pop-Konzerts sowie der Attentäter.

(AFP)

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