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Loveparade-Veranstalter: Besuch von der Polizei

Bei den Ermittlungen zum Unglück bei der Duisburger Loveparade mit 21 Todesopfern hat die Polizei laut einem Pressebericht Geschäftsräume durchsucht – auch beim Veranstalter Rainer Schaller.

Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt: Der Entwurf eines Stahlreliefs des Künstlers Jürgen Meister, das zum Gedenken an die 21 Opfer der Loveparade in der Nähe der Unglücksstelle in Duisburg aufgestellt werden soll. (20. Dezember 10)
Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt: Der Entwurf eines Stahlreliefs des Künstlers Jürgen Meister, das zum Gedenken an die 21 Opfer der Loveparade in der Nähe der Unglücksstelle in Duisburg aufgestellt werden soll. (20. Dezember 10)
Keystone
Am 1. Juni 2011 wurde bekannt, dass sich der Anfangsverdacht bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Duisburg zum Loveparade-Drama bestätigt hat.
Am 1. Juni 2011 wurde bekannt, dass sich der Anfangsverdacht bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Duisburg zum Loveparade-Drama bestätigt hat.
Keystone
Die Polizei war mit 1200 Beamten vor Ort.
Die Polizei war mit 1200 Beamten vor Ort.
Keystone
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Zudem seien die Geschäftsräume von zwei privaten Sicherheitsfirmen durchsucht worden, berichte das deutsche Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Die Ermittler seien in sechs Objekten in Berlin, Duisburg, Essen und Köln sowie im bayerischen Taufkirchen und im fränkischen Schlüsselfeld, dem Firmensitz von Schallers Sportstudio-Kette McFit, erschienen. Es sollten dabei demnach vor allem «Daten über die Organisationsstruktur», «Auftragsunterlagen» und «Personaldaten» der eingesetzten Mitarbeiter gesichert werden, heisst es in dem Bericht weiter.

Unterdessen belegen laut dem Nachrichtenmagazin neu aufgetauchte Dokumente der Duisburger Stadtverwaltung, dass sich die Polizei vor der Loveparade von den Organisatoren getäuscht fühlte. In einer Sitzung der Arbeitsgruppe Sicherheit hatte demnach der Düsseldorfer Polizeidirektor Jörg Schalk bereits am 18. Juni das PR-Konzept kritisiert: Die öffentlichen «Aussagen des Veranstalters» wichen «erheblich von denen ab, die in den Sicherheitsbesprechungen benannt wurden». Insbesondere die Aussagen zur Grösse der geplanten Veranstaltung liessen «eine Werbestrategie vermuten, die den tatsächlichen Möglichkeiten des Veranstaltungsraumes und damit notwendigen Sicherheitsüberlegungen nicht entsprechen».

Während der Loveparade am 24. Juli war am überfüllten Zugangstunnel zu dem Duisburger Veranstaltungsgelände eine Massenpanik ausgebrochen. In den Tagen nach dem Unglück mit mehr als 500 Verletzten hatten sich die Stadt Duisburg, der Veranstalter und Vertreter Polizei gegenseitig Versäumnisse vorgeworfen.

AFP/raa

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