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Lehrerin verbietet Schülern Edelweisshemden an Feier

In Erlach BE mussten sich fünf Schüler auf Geheiss ihrer Lehrerin vor Beginn einer Weihnachtsfeier umziehen. Der Grund: Verstoss gegen den vereinbarten Dresscode.

Das Tragen der Folklorehemden gibt erneut Anlass zu Diskussionen.
Das Tragen der Folklorehemden gibt erneut Anlass zu Diskussionen.
Christian Beutler, Keystone

Fünf Oberstufen-Schüler wollten in Erlach BE mit einem Edelweisshemd an die Weihnachtsfeier. Wie der «SonntagsBlick» schrieb, mussten sie sich vor Beginn des Anlasses umziehen.

Die Schüler waren zunächst verärgert, nach einem Gespräch mit der Lehrerin zeigten sie jedoch Verständnis: «Wir waren uns nicht bewusst, dass das Tragen der Hemden komisch oder gar rassistisch rüberkommen könnte», sagte einer der Schüler dem Bericht nach.

Lehrerin wollte dunkle Farben

Gemäss der Lehrerin hätten die Schüler gegen den vereinbarten Dresscode verstossen: «Es war abgemacht, dass wir uns alle einheitlich in dezent dunklen Farben kleiden.» Schulleiter Matthias Schmocker fügte hinzu, dass die Schüler auch ein SCB-Shirt hätten ausziehen müssen.

Der Fall erinnert an zwei Eklats im Jahr 2015. Eine Lehrerin in Gossau ZH stufte die Schwingerhemden als rassistisch ein. Zehn Schüler mussten sich umziehen. Und auch in Willisau LU galt zwischenzeitlich ein Edelweisshemd-Verbot. Die Kleidungsstücke seien «provokativ» und «diskriminierend».

Schwinger-Fans und Liebhaber des Swissness-Chic haben es im Schrank: das Edelweisshemd (3. Februar 2016).
Schwinger-Fans und Liebhaber des Swissness-Chic haben es im Schrank: das Edelweisshemd (3. Februar 2016).
Christian Beutler, Keystone
Stoffrollen in der Märithüsli AG, dem grössten Hersteller von Edelweisshemden in der Schweiz.
Stoffrollen in der Märithüsli AG, dem grössten Hersteller von Edelweisshemden in der Schweiz.
Christian Beutler, Keystone
«Die Billighemden waren am Anfang schon ein Problem für uns», sagt Samuel Jenni vom Märithüsli. «Inzwischen haben wir aber viele Rückkehrer, die das Original wollen».
«Die Billighemden waren am Anfang schon ein Problem für uns», sagt Samuel Jenni vom Märithüsli. «Inzwischen haben wir aber viele Rückkehrer, die das Original wollen».
Christian Beutler, Keystone
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Die Fälle warfen auch in der Politik hohe Wellen. So lancierte beispielsweise die Junge SVP die Kampagne «Zeig au du Edelwiiss!» Jugendliche wurden damit zum Tragen von Edelweisshemden ermuntert.

Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von Redaktion Tamedia.

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