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Hotel-Gäste durch Wucht der Lawine erschlagen

29 Personen sind beim Lawinenunglück in den Abruzzen gestorben. Heute hat die Rechtsmedizin die Todesursachen bekannt gegeben.

Die Rettungskräfte haben alle Opfer gefunden: Am Sonntag sagte der Feuerwehrsprecher Luca Cari: «Wir haben Hoffnung. Selbst wenn es kein Lebenszeichen gibt – man kann durch eine Mauer stossen und dann plötzlich einen Kontakt haben, so war es auch bei den anderen Überlebenden.» (22. Januar 2017)
Die Rettungskräfte haben alle Opfer gefunden: Am Sonntag sagte der Feuerwehrsprecher Luca Cari: «Wir haben Hoffnung. Selbst wenn es kein Lebenszeichen gibt – man kann durch eine Mauer stossen und dann plötzlich einen Kontakt haben, so war es auch bei den anderen Überlebenden.» (22. Januar 2017)
CNSAS via AP, Keystone
Rettungskräfte steigen aus einem Bandvagn 206 aus. (22. Januar 2017)
Rettungskräfte steigen aus einem Bandvagn 206 aus. (22. Januar 2017)
Filippo Monteforte, AFP
Diese Hunde wurden in Montereale fotografiert. Dort hat ein Beben der Stärke 5,7 die Erde erschüttert. In dessen Folge löste sich wohl die Lawine, die das Hotel verschüttet hat.
Diese Hunde wurden in Montereale fotografiert. Dort hat ein Beben der Stärke 5,7 die Erde erschüttert. In dessen Folge löste sich wohl die Lawine, die das Hotel verschüttet hat.
Andreas Solaro, AFP
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Zwei Wochen nach dem Lawinenunglück in den italienischen Abruzzen ist die Obduktion der 29 Leichen abgeschlossen. Die meisten der Opfer seien von der Wucht der Lawine erschlagen worden und schnell gestorben, berichteten Medien unter Berufung auf die Gerichtsmediziner.

Zwei Mitarbeiter des Hotels seien erfroren, hiess es in den italienischen Medienberichten vom Mittwoch. Am Tag einer schweren Erdbebenserie, die Mittelitalien im Schneechaos traf, war die Lawine in der Abruzzen-Gemeinde Farindola abgegangen und hatte das Vier-Sterne-Hotel Rigopiano mitgerissen und verschüttet.

Ermittlungen gegen unbekannt

Elf Menschen überlebten: Zwei hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks draussen aufgehalten und Notrufe abgesetzt. Neun andere, darunter vier Kinder, hatten mehr als 40 Stunden in den Trümmern ausgeharrt und waren von den Katastrophenhelfern befreit worden.

Die Staatsanwaltschaft in Pescara ermittelt gegen unbekannt wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Sie geht unter anderem Anschuldigungen nach, wonach Notrufe ignoriert worden sein sollen und sich der Rettungseinsatz verzögert haben soll.

Helfer stirbt an Herzinfarkt

Am Mittwoch reihte sich in die Tragödie ein weiterer Schicksalsschlag ein: Ein 39-jähriger Höhlenforscher, der sowohl im Erdbebengebiet als auch am Rigopiano als freiwilliger Helfer im Einsatz gewesen sein soll, starb an einem Herzinfarkt, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

SDA/woz

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