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Kino-Attentäter war in psychiatrischer Behandlung

James Holmes, der bei der Premiere des Batman-Films ein Massaker angerichtet hatte, war offenbar in psychiatrischer Behandlung – bei einer Spezialistin für Schizophrenie.

Hat seine Tat angekündigt: James Holmes im Gerichtssaal. (23. Juli 2012)
Hat seine Tat angekündigt: James Holmes im Gerichtssaal. (23. Juli 2012)
Reuters

Der mutmassliche Kino-Todesschütze von Colorado, James Holmes, befand sich vor der Tat in psychiatrischer Behandlung. Behandelt wurde er durch jene Psychiaterin, der Holmes vor der Tat einen Notizblock mit Plänen für das Massaker geschickt hatte. Dies teilten Holmes' Anwälte dem Gericht in Aurora in einem gestern bekanntgewordenen Schreiben mit. Der Grund für die Therapie wurde nicht genannt.

Holmes hatte vor gut einer Woche während der Mitternachtspremiere des Batman-Films «The Dark Knight Rises» in Aurora bei Denver wahllos ins Publikum gefeuert und 12 Menschen getötet. Holmes soll am kommenden Montag die Anklage verkündet werden. Schon nach seinem ersten Auftritt vor dem Richter war in den Medien an seinem Geisteszustand gezweifelt worden.

Anwälte: Rechte von Holmes wurden verletzt

Laut dem Fernsehsender CNN forderten die Anwälte das Gericht in einem Schreiben auf, ihnen ein Paket mit Papieren zu übergeben, das Holmes vor der Tat an die Psychiaterin Lynne Fenton geschickt hatte. In dem Schreiben argumentieren die Anwälte, mit dem Bekanntwerden des Päckchens seien die in der US-Verfassung garantierten Rechte ihres Mandanten verletzt worden.

Der Inhalt des Päckchens dürfe nicht als Beweis gegen ihn verwendet werden, weil Holmes Patient der Psychiaterin gewesen sei und jegliche Kommunikation zwischen beiden damit unter das Ärztegeheimnis falle.

Spezialistin für Schizophrenie

Die Psychiaterin arbeitet an der Universität von Colorado, an der Holmes eingeschrieben war. Die Spezialistin für die Behandlung von Schizophrenie leitet an der Universität den psychiatrischen Dienst für Studenten.

Das Paket war nach der Bluttat in der Poststelle der Universität entdeckt worden. US-Medien hatten berichtet, dass Holmes darin der Psychiaterin detaillierte Pläne seiner Tat mitgeteilt habe. Unklar ist, ob das Päckchen rechtzeitig eintraf, damit die Bluttat hätte verhindert werden können.

SDA/ses

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