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Keine Hinrichtungen mehr in meinem Staat

John Kitzhaber, Gouverneur des US-Bundesstaates Oregon, hält das Justizsystem seines Landes für «ungerecht». Die Vollstreckung von Todesurteilen hat er per sofort ausgesetzt.

«Die quälendste Entscheidung»: John Kitzhaber, Gouverneur des US-Bundesstaates Oregon.
«Die quälendste Entscheidung»: John Kitzhaber, Gouverneur des US-Bundesstaates Oregon.
Keystone

Der US-Bundesstaat Oregon verzichtet bis auf weiteres auf die Vollstreckung von Todesurteilen. Gouverneur John Kitzhaber kündigte ein Moratorium bis zum Ende seiner Amtszeit an. Er begnadigte einen zum Tod verurteilten Häftling, der eigentlich noch in diesem Jahr hingerichtet werden sollte, und erklärte zugleich, in seiner Zeit als Gouverneur werde er keine Exekutionen mehr genehmigen. Zwischen 1996 und 1997 hatte der Gouverneur der Vollstreckung mehrerer Todesstrafen stattgegeben. Heute bedaure er diese Entscheidungen, erklärte Kitzhaber.

«Das waren die quälendsten und schwierigsten Entscheidungen, die ich als Gouverneur treffen musste», erklärte Kitzhaber. «In den vergangenen 14 Jahren habe ich sie immer und immer wieder infrage gestellt.» Er glaube weder, dass Hinrichtungen seinen Staat sicherer, noch dass sie die USA zu einer besseren Gesellschaft gemacht hätten. Zudem sei er mit dem «ungerechten» Justizsystem seines Landes nicht einverstanden, erklärte Kitzhaber. So komme es vor, dass Menschen für Verbrechen mit Gefängnis bestraft würden, während andere für vergleichbare Vergehen die Todesstrafe erhielten.

Auf dem Papier existiert die Todesstrafe noch in 34 US-Bundesstaaten, nur zwölf von ihnen wandten sie im vergangenen Jahr aber an. Im Jahr 2010 wurden in den USA 46 Menschen hingerichtet.

AFP/jak

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