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Justiz weist Lehrer nach erfundener Attacke in Psychiatrie ein

Der Vorschullehrer, der in einem Pariser Vorort den Angriff eines Islamisten erfunden hat, kann nicht ins Gefängnis. Sein Gesundheitszustand lasse das nicht zu.

Der Vorfall hatte für grosse Aufregung gesorgt: Reporter vor der Jean-Perin-Grundschule in Aubervilliers. (14. Dezember 2015)
Der Vorfall hatte für grosse Aufregung gesorgt: Reporter vor der Jean-Perin-Grundschule in Aubervilliers. (14. Dezember 2015)
Michel Euler, Keystone

Die französische Justiz hat den Vorschullehrer, der eine islamistische Attacke gegen sich nur erfunden hatte, in eine Psychiatrie eingewiesen. Psychiatrische Untersuchungen hätten eine «Verminderung der Urteilsfähigkeit» des Mannes festgestellt, teilte die Staatsanwaltschaft von Bobigny nördlich von Paris am Dienstag mit.

«Sein Gesundheitszustand ist nicht mit einem Polizeigewahrsam vereinbar.» Über den 45-Jährigen soll bald ein ausführliches psychiatrisches Gutachten angefertigt werden. Er wurde bereits vom Schuldienst suspendiert.

Nervosität nach Anschlägen

Der Vorschullehrer aus der Pariser Vorstadt Aubervilliers hatte am Montag mit einem frei erfundenen Angriff gegen ihn für grosse Aufregung gesorgt: Er gab an, vor dem Unterricht in einem Klassenzimmer von einem maskierten Mann mit einem Teppichmesser attackiert worden zu sein. Der Angreifer habe sich dabei auf die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezogen und gerufen: «Das ist der IS, das ist eine Warnung.»

Später räumte der Lehrer aber gegenüber Ermittlern ein, den Angriff erfunden zu haben. Seine Motive sind noch unklar. In Frankreich werden nach den Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten neue Attacken befürchtet.

AFP

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