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Infizierte Krankenschwester hat Ebola offenbar überwunden

Bei der US-Pflegefachfrau Amber Vinson konnte das Ebola-Virus scheinbar nicht mehr nachgewiesen werden. Trotzdem muss die 29-Jährige noch im Spital bleiben.

Sind Ebola frei: Amber Vinson und...
Sind Ebola frei: Amber Vinson und...
Tami Chappell, Reuters
... Nina Pham (Mitte) wurden aus der Quarantäne entlassen. (24. Oktober 2014)
... Nina Pham (Mitte) wurden aus der Quarantäne entlassen. (24. Oktober 2014)
National Institutes of Health, Reuters
Der Hund von Nina Pham steht zur Zeit auch unter Quarantäne. Im Gegensatz zum Hund der spanischen Pflegerin, steht er unter Beobachtung und soll nicht sofort eingeschläfert werden. (14. Oktober 2014)
Der Hund von Nina Pham steht zur Zeit auch unter Quarantäne. Im Gegensatz zum Hund der spanischen Pflegerin, steht er unter Beobachtung und soll nicht sofort eingeschläfert werden. (14. Oktober 2014)
Dallas Animal Services and Adoption Center, Reuters
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Eine der beiden mit dem Ebola-Virus infizierten US-Pflegekräfte hat die Krankheit offenbar überwunden. US-Medien zitierten am Mittwoch eine entsprechende Erklärung der Familie von Amber Vinson. Demnach hat die 29-Jährige das Virus nicht mehr, muss aber zur weiteren Behandlung noch einige Zeit im Spital bleiben.

Vinson selbst sowie die gesamte Familie seien hoch erfreut über die «Neuigkeiten zu ihrem Gesundheitszustand», erklärte die Mutter der 29-Jährigen, Debra Barry. Dies bringe die Familie ihrem Wunsch näher, endlich wieder zu Hause vereint zu sein.

Vinson hatte sich ebenso wie die Krankenschwester Nina Pham mit Ebola infiziert, als beide einen erkrankten Liberianer pflegten, der mittlerweile an der Krankheit gestorben ist. Phams Zustand gilt als stabil.

Hund negativ getestet

Der Hund der mit Ebola infizierten US-Krankenschwester Nina Pham hat den gefährlichen Virus offenbar nicht. Ein erster Test sei negativ ausgefallen, teilte die Verwaltung von Dallas am Mittwoch mit. Demnach wird der einjährige Cavalier King Charles Spaniel namens Bentley vor Ablauf der 21-tägigen Quarantäneperiode am 1. November nochmals getestet. Der Hund wurde unter Beobachtung gestellt, nachdem bei seiner Besitzerin Ebola nachgewiesen worden war. Der Hund wird vom Veterinärdienst der Stadt Dallas an einer stillgelegten Luftwaffenbasis betreut.

In Spanien war kürzlich der Hund einer ebenfalls an Ebola erkrankten und inzwischen genesenen Krankenschwester eingeschläfert worden, was für grosse Empörung in dem Land sorgte. Örtliche Behörden begründeten den Schritt mit der Sorge, dass der Hund das Ebola-Virus in sich getragen haben könnte.

Obama optimistisch

US-Präsident Barack Obama sieht die Ebola-Gefahr in den Vereinigten Staaten zunehmend schwinden. Nach einem Treffen mit seinem neuen Ebola-Krisenmanager Ron Klain und anderen Regierungsmitgliedern am Mittwoch im Weissen Haus sagte Obama, es gebe Anlass zu «vorsichtigem Optimismus».

Dutzende potenzielle Kontakte des verstorbenen Ebola-Patienten seien für virenfrei erklärt worden. Dies sei auch ein Zeichen dafür, wie schwer es sei, sich mit dem gefährlichen Erreger anzustecken. Ebola wird durch Körperflüssigkeiten übertragen.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC verschärfte unterdessen ihre Kontrollen von Reisenden aus westafrikanischen von Ebola betroffenen Ländern weiter. Nach ihrer Ankunft in den USA müssen sich Reisende aus Liberia, Guinea und Sierra Leone künftig 21 Tage lang beobachten lassen, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.

Über 4800 Tote

Die Reisenden werden verpflichtet, täglich ihre Körpertemperatur zu messen. Ausserdem müssen sie für die Behörden erreichbar sein. Das US-Ministerium für innere Sicherheit hatte am Dienstag angeordnet, dass Reisende aus westafrikanischen Ebola-Ländern nur noch über jene fünf Flughäfen in die USA einreisen dürfen, an denen die Behörden Gesundheitskontrollen eingerichtet haben.

An der Ebola-Epidemie sind in Westafrika bereits mehr als 4800 Menschen gestorben.

sda/AP/chk

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