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Höchste Alarmstufe: Vulkan auf Bali steht unmittelbar vor Ausbruch

Mehr als 14'000 Menschen wurden auf der Ferieninsel Bali evakuiert. Seit Tagen brodelt es im Innern des Mount Agung heftig.

14'000 Menschen auf der Flucht: Der Vulkan kann jederzeit ausbrechen. (Video: Tamedia/AP)

Aus Furcht vor einem gewaltigen Vulkanausbruch haben sich auf der indonesischen Insel Bali mehr als 14'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Befürchtet wird, dass der 3030 Meter hohe Mount Agung nach tagelangem heftigen Brodeln im Inneren nun jederzeit ausbrechen kann.

Es wäre das erste Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert. Damals kamen mehr als tausend Menschen ums Leben. Rund um den Berg gilt seit Freitagabend Warnstufe vier, die höchste aller Warnstufen.

Versuchen mit einer Zeremonie den Vulkan zu beruhigen: Hindus auf Bali beten. (26. November 2017)
Versuchen mit einer Zeremonie den Vulkan zu beruhigen: Hindus auf Bali beten. (26. November 2017)
Sonny Tumbelaka, AFP
Zweithöchste Alarmstufe: Der Mount Agung bleibt aktiv. (26. November 2017)
Zweithöchste Alarmstufe: Der Mount Agung bleibt aktiv. (26. November 2017)
Firdia Lisnawati, Keystone
Rettungskräfte helfen Bewohnern eines Dorfes, die evakuiert werden. (22. September 2017)
Rettungskräfte helfen Bewohnern eines Dorfes, die evakuiert werden. (22. September 2017)
Firdia Lisnawati, AFP
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Der Mount Agung (in der Landessprache: Gunung Agung) ist der höchste Berg auf Bali. Rund um den Vulkan gilt nun im Umkreis von bis zu 12 Kilometern eine Sperrzone, deren Betreten verboten ist. Der Vulkanforscher Gede Suantika, der für Indonesiens Regierung arbeitet, sagte: «Die Lage ist beunruhigend. Es gibt die Sorge, dass es zu einer plötzlichen Eruption kommt.»

In der Nähe des Vulkans leben insgesamt etwa 80'000 Menschen, viele unter ärmlichen Bedingungen. Mehr als 14'000 von ihnen mussten ihre Unterkünfte verlassen.

Mit Lastwagen der Regierung wurden sie in Notquartiere gebracht, die in Schulen, Sporthallen und auch auf dem offenen Feld eingerichtet wurden. Dort wurden sie mit Lebensmitteln und Wasser versorgt. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde sind mehr als 10'000 Helfer im Einsatz.

Keine Gefahr für Touristen

Der nahezu kegelförmige Vulkan liegt im Nordosten der Insel; recht weit entfernt von den bekannten Ferienzentren um die Städte Kuta und Ubud. Trotzdem sind an dem Vulkan immer wieder auch ausländische Besuchergruppen unterwegs. Nach Bali kommen mehr als fünf Millionen Touristen pro Jahr.

Ein Sprecher der Einsatzkräfte betonte jedoch, dass für Touristen aktuell keinerlei Gefahr bestehe. «Die Leute können immer noch nach Bali kommen, um die Schönheit der Natur, die Kultur, die Küche und andere Dinge zu geniessen», sagte Sprecher Putu Juli Adnyana. «Unser Fokus liegt darauf, die Anwohner aus der Gegend zu bringen.» Der Flugverkehr lief am Samstag weiterhin normal.

Zuletzt war der Mount Agung 1964 ausgebrochen. Der Inselstaat Indonesien mit seinen mehr als 250 Millionen Einwohnern liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. In Indonesien gibt es insgesamt etwa 130 aktive Vulkane.

SDA/kfi

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