Zum Hauptinhalt springen

Hochwasser sorgt für Probleme in der Region

Überlaufende Bäche machten im Baselbiet Strassensperrungen nötig. Und der Rhein musste zwischenzeitlich aus Sicherheitsgründen für die Schifffahrt gesperrt werden.

Im Baselbiet kam es zu zahlreichen Überschwemmungen, weil diverse Bäche über die Ufer getreten sind. Wie zum beispiel die Ergolz in LIestal.
Im Baselbiet kam es zu zahlreichen Überschwemmungen, weil diverse Bäche über die Ufer getreten sind. Wie zum beispiel die Ergolz in LIestal.
Polizei BL
Das ist keine Rheinbrücke sondern ein Pfeiler der H2 bei Liestal.
Das ist keine Rheinbrücke sondern ein Pfeiler der H2 bei Liestal.
Polizei BL
Auch der Rhein führte heute sehr viel Wasser. Die Schifffahrt musste zwischenzeitlich gestoppt werden.
Auch der Rhein führte heute sehr viel Wasser. Die Schifffahrt musste zwischenzeitlich gestoppt werden.
1 / 4

Am Mittwochmorgen überschritt der steigende Rheinpegel zwei Sicherheitslimiten, worauf die Schifffahrt zwischen Kembs und Rheinfelden etappenweise gesperrt wurde. Die höhere dieser beiden Limiten wurde jedoch nach elf Uhr wieder unterschritten, worauf der untere Flussabschnitt wieder freigegeben werden konnte, wie die Schweizer Rheinhäfen mitteilten.

Heikelstes Nadelöhr bei starker Strömung und hohem Wasserstand ist auf Basler Stadtgebiet die in der Flusskurve liegende historische Mittlere Brücke mit ihren engen und niedrigen Bogen. Schon bei Normalstand passieren die Grossschiffe diesen Flussabschnitt in der Regel nur mit ortskundigen Lotsen. Die Sicherheitslimite «IIa», die einer Höhe von 248,2 Metern über Meer entspricht, bedeutet einen Rheinpegel von 820 cm beim massgeblichen Messpunkt Basel-Rheinhalle. Darüber geht vor, in und nach Basel für Schiffe nichts mehr. Dieser Pegel entspricht einem Abfluss von rund 2750 Kubikmetern Wasser pro Sekunde.

Der Rhein fiel laut Mitteilung bereits kurz nach 11 Uhr wieder auf 816 cm. Darauf blieben nur noch die Stadt-Strecke sowie jene nach Rheinfelden AG gesperrt. Diese Abschnitte werden erst freigegeben, wenn die tiefere Sicherheits-Limite «IIb» mit einem Rheinpegel von 790 cm unterschritten wird.

In den Rhein münden nicht nur der Grossteil der Ostschweizer Fliessgewässer, sondern via Aare auch jene des Berner Oberlands sowie via Reuss auch viele aus der Zentralschweiz. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) erwartet gemäss seinen Prognosen, dass der Rheinpegel erst (morgen) Donnerstag wieder unter die IIa-Limite sinkt.

Strassensperrungen im Baselbiet

Anhaltender Regen hat auch im Baselbiet Bäche über die Ufer treten lassen. Das hat am Mittwochmorgen zu Strassensperrungen geführt. Auch Kantonsstrassen waren vereinzelt betroffen, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte. Nach zehn Uhr beruhigte sich die Lage. Die Situation war im Kanton Baselland laut dem Sprecher «nie dramatisch». Die Regenmengen seien nicht ungewöhnlich, weder im Moment noch in den letzten Tagen zusammengezählt. Kumuliert habe es aber gereicht, im Leimental, Laufental und im Oberbaselbiet manche Bäche zu füllen.

Neben kleineren Bächen trat auch die Ergolz über ihre Ufer, dies im Raum Lausen-Itingen. Dort wurde denn auch die Kantonsstrasse zeitweise gesperrt - wie auch zwischen Therwil und Ettingen. Der Pegel der Ergolz stieg innert anderthalb Tagen in Liestal um rund zwei Meter; ihr Abfluss schwoll dabei von 2 auf 80 Kubikmeter pro Sekunde an.Etwa zwanzig Feuerwehren seien am Mittwoch im Einsatz gestanden, sagte der Sprecher. Diverse Keller, Gebäude und Unterführungen wurden überflutet. Der Sachschaden ist noch nicht beziffert. Ab vier Uhr früh sei einiges zu tun gewesen, mit einer Spitze zwischen acht und zehn Uhr. Danach habe sich gegen Mittag die Lage entspannt.

SDA/amu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch