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Heftige Regenfront zieht auf

Nach den hochsommerlichen Tagen sorgten am Wochenende Gewitter für Abkühlung. Doch es kommt noch heftiger: Heute Abend soll es wie aus Kübeln giessen, Flüsse könnten über die Ufer treten.

Nass bis auf die Knochen: Festivalbesucher montieren am Paléo Festival in Nyon im strömenden Regen ein Zelt. (21. Juli 2014)
Nass bis auf die Knochen: Festivalbesucher montieren am Paléo Festival in Nyon im strömenden Regen ein Zelt. (21. Juli 2014)
Salvatore Di Nolfi, Keystone

Ab heute Abend ist vor allem in der Zentral- und Ostschweiz mit starkem und anhaltendem Niederschlag zu rechnen, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilt. Dieser halte auch am Dienstag an und klinge erst am späten Abend ab. In der Summe werden je nach Modell 30 bis 80, lokal auch über 100 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet.

Im Westen fällt der Niederschlag laut Meteonews geringer aus, es werden 10 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter bis Dienstagabend erwartet. Nach den bereits recht ergiebigen Mengen der letzten 36 Stunden, die sich allerdings hauptsächlich auf die westliche Landeshälfte konzentrierten, könne dies lokal zu Problemen führen.

Kleinere Bäche oder Flüsse könnten die Hochwassergrenzen überschreiten und über die Ufer treten, auch einzelne Hangrutsche sind nicht ausgeschlossen. Am Mittwoch erwartet Meteonews eine Beruhigung der Lage, und die Temperaturen erreichen gemäss Vorhersage wieder sommerliche 25 Grad.

Überschwemmungen im Kanton Bern

In der Nacht zum Montag hatten die Regenfälle bereits für Aufregung gesorgt, besonders im Seeland und im Emmental. Bei der Kantonspolizei Bern gingen etwa 135 Meldungen ein, wie ein Sprecher sagte. Die regionalen Feuerwehren und Wegmeister waren bis tief in die Nacht damit beschäftigt, Wasser aus Kellern und Tiefgaragen zu pumpen.

In Mötschwil und Oberburg bei Burgdorf schlug je ein Blitz in ein Gebäude ein. Es kam aber nicht zu Bränden. In Wasen im Emmental und in Heimisbach wurden zwei Gebäude von umstürzenden Bäumen getroffen. Verletzt wurde niemand. Zwischen Konolfingen und Oberdiessbach ging in der Nacht ein Erdrutsch nieder. Die Hauptstrasse blieb bis Montagmittag gesperrt.

Kurz, aber heftig

Ausgelöst wurden die örtlichen Überschwemmungen durch eine Gewitterlinie, die am Sonntag nach 19 Uhr über das Seeland und den Aargau bis zum Hochrhein zog. Sie brachte neben teilweise stürmischen Böen auch beachtliche Niederschlagsmengen, wie Pascal Hobi vom Wetterdienst Meteonews sagte.

Innerhalb von zehn Minuten fielen manchenorts zwischen 15 und 19 Liter Regen pro Quadratmeter. Spitzenreiter war Mühleberg mit 18,8 Litern. Innert 24 Stunden bis Montagmorgen bekam Mühleberg insgesamt 32 Liter Regen ab. Mehr waren es beispielsweise in der Stadt Bern und in Wynau mit je 44 Litern. Aus diesen Gemeinden sind aber keine Schäden bekannt.

Die Gewitterlinie brachte auch stürmische Böen mit sich. Auf dem Bantiger bei Bern etwa wurden 94 Kilometer pro Stunde gemessen. In Koppigen an der Grenze zum Kanton Solothurn und in Mühleberg waren es je 76 Stundenkilometer.

SDA/thu

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