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Hassan K. ist ausgeliefert worden

Der Syrer, der mit der Aufseherin Angela M. aus dem Gefängnis Limmattal nach Italien getürmt ist und verhaftet wurde, ist nach Chiasso überstellt worden.

Hassan K. in der Wohnung in Italien, wo er und seine Helferin verhaftet wurden.
Hassan K. in der Wohnung in Italien, wo er und seine Helferin verhaftet wurden.

Wie Mario Campagna, italienischer Anwalt des Straftäters Hassan K., gegenüber diversen Medien bestätigt, wurde sein Mandant heute Donnerstag in Chiasso von den italienischen Behörden an die Schweizer Polizei übergeben. K. werde im Tessin übernachten und morgen nach Zürich überstellt. Claudia Wiederkehr, Leitende Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, will die Meldung nicht kommentieren. Sie sagt auf Anfrage von Redaktion Tamedia, dass sie erst bestätigen wird, wenn Hassan K. wieder im Kanton Zürich ist.

K.'s Fluchthelferin Angela M. ist bereits am 14. April an die Schweiz ausgeliefert worden. Seit dem 29. April ist die 32-Jährige wieder auf freiem Fuss, weil laut Obergericht keine Fluchtgefahr besteht. Ihr wird wegen Fluchthilfe und Amtsmissbrauch der Prozess gemacht. Der geständigen M. drohen bis zu drei Jahre Gefängnis. Dass sie ihre Strafe aber absitzen muss, ist unwahrscheinlich. Da sie nicht vorbestraft ist, dürfte sie laut Obergericht nur zu ­einer bedingten Strafe verurteilt werden.

K. kommt zurück in den Kanton Zürich

Der 27-jährige K. hingegen kommt zurück ins Gefängnis – vermutlich nicht zurück nach Dietikon, wahrscheinlich aber in ein Gefängnis im Kanton Zürich. K. war wegen Vergewaltigung einer 16-Jährigen zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Sein Fall ist pendent, weil er ihn ans Obergericht weitergezogen hat.

Die Flucht selber hat keine strafrechtlichen Konsequenzen für K. Ob er aber – im Fall einer Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils – wie üblich bei guter Führung nach Absitzen von zwei Dritteln der Strafe entlassen wird, ist fraglich.

«Mann meines Lebens»

Aufseherin M. hatte K. in der Nacht auf den 9. Februar zur Flucht aus dem Gefängnis Limmattal in Dietikon verholfen. Sie waren im BMW, den sie mit ihrem Ehemann gekauft hatte, nach Italien geflohen. Am 15. März sind sie in einer Wohnung in Romano di Lombardia in der Provinz Bergamo verhaftet worden, wobei sie sich heftig gewehrt haben.

M. hatte zuvor in einer Videobotschaft verkündet, sie habe K. aus Liebe zur Flucht verholfen. Er sei der «Mann meines Lebens». K. hatte im Video mit derben Worten seine Verurteilung kritisiert.

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