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Rätsel um Geldschnipsel im WC – Spanierinnen verdächtigt

100’000 Euro zerschnitten und in vier verschiedenen Genfer Toiletten entsorgt: Die Staatsanwaltschaft tappt im Dunkeln.

In diesem Gebäude wurde ein Teil des Geldes entsorgt: UBS-Filiale in Genf.
In diesem Gebäude wurde ein Teil des Geldes entsorgt: UBS-Filiale in Genf.

«Ja, die Banknoten wurden tatsächlich mit der Schere durchschnitten», sagt Vincent Derouand. Der Genfer Justizsprecher ist zurzeit ein gefragter Mann. Anrufe von Journalisten aus ganz Europa erreichen ihn. Sie alle wollen wissen: Wer tut so was? Und weshalb? Vor wenigen Tagen machte es die «Tribune de Genève» zum ersten Mal publik: 500-Euro-Noten im Wert von 100’000 Euro verstopften das WC einer UBS-Filiale. Dies soll sich im Mai ereignet haben. Einige Tage später wiederholte sich das Kuriosum in drei Restaurants – alle in der Nähe der Bank gelegen.

Viel kann der Justizsprecher den verwunderten Anrufern zurzeit nicht mitteilen. Lediglich: Die Genfer Behörden würden am Fall dranbleiben. Es gehe darum, die Herkunft der Scheine zu klären, sagt Derouand. «Sie könnten zweifelhafter Natur sein.» Gegen zwei Verdächtige würde zurzeit ermittelt. Bis anhin ist jedoch kein Strafbestand erfüllt: Weder das Zerschneiden von Geld noch das Verstopfen von Toiletten sind in der Schweiz verboten.

Plötzlich taucht der Anwalt auf

Die Polizei wurde auf die Vorgänge aufmerksam, nachdem sich die Restaurants über die überquellenden WCs beschwerten. Was dann geschah, macht den Fall nicht minder mysteriös. Im Gegenteil. Ein Anwalt meldete sich bei den Restaurants und erstattete ihnen die Kosten für den Sanitär. Der Mann gab preis, dies im Namen der Schadenverursacher zu tun. Das besänftigte die Restaurantbetreiber: Sie zogen ihre Beschwerden zurück.

Die «Tribune de Genève» will derweil erfahren haben, dass es sich bei den Verdächtigen um zwei spanische Frauen handelt. Sie hätten das Geld vor einigen Jahren in einem Safe deponiert.

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