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Ganze Strassenzüge niedergebrannt – 30 Tote

Die Brände in Kalifornien lassen nicht nach, eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. Das Feuer hat bereits eine Gesamtfläche von New York City erreicht.

In Santa Rosa hat das Buschfeuer ganze Viertel komplett verwüstet. (Video: Tamedia/AFP)

Bei den Waldbränden in Kalifornien sind nach Behördenangaben bereits 31 Menschen ums Leben gekommen. Der Sheriff des Bezirks Sonoma, Robert Giordano, bestätigte am Donnerstagabend zwei weitere Todesfälle. Das Feuer erreichte eine Gesamtfläche so gross wie New York City – mehr als 700 Quadratkilometer standen in Flammen. Trockener Wind könnte die Brände noch weiter befeuern. Die Einsatzkräfte konnten indes nur kleine Erfolge bei der Eindämmung verbuchen.

Die Behörden überprüften Hunderte Vermisstenmeldungen, sagte Giordano. Suchteams gingen nun gezielte Suchen nach den Menschen an und würden einzelne Bewohner an ihren letzten bekannten Adressen aufsuchen. Die Einsatzkräfte hätten Leichen gefunden, die nur noch Asche und Knochen gewesen seien, so der Sheriff. Die Bezirke Sonoma und Napa erlebten bereits den vierten Tag in dicken Rauchwolken. Bewohner flüchteten in Notunterkünfte oder kampierten an den Stränden, wo sie auf Neuigkeiten über ihre Häuser und Angehörigen warteten.

Die Brände zerstören in Kalifornien ganze Strassenzüge: Ausgebranntes Auto in Santa Rosa. (12. Oktober 2017)
Die Brände zerstören in Kalifornien ganze Strassenzüge: Ausgebranntes Auto in Santa Rosa. (12. Oktober 2017)
John G. Mabanglo, Keystone
Bleiben trotz Aufforderung zu Evakuierung: Ein Jugendlicher und seine Familie in Calistoga. (11. Oktober 2017)
Bleiben trotz Aufforderung zu Evakuierung: Ein Jugendlicher und seine Familie in Calistoga. (11. Oktober 2017)
Paul Kitagaki Jr., Keystone
Kahle Bäume ragen in die Höhe: Nach der Feuersbrunst stehen nur noch die verkohlten Gebäude und Pflanzen da. (9. Oktober 2017)
Kahle Bäume ragen in die Höhe: Nach der Feuersbrunst stehen nur noch die verkohlten Gebäude und Pflanzen da. (9. Oktober 2017)
REUTERS/Stephen Lam
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Der Sheriff des Bezirks Yuba bestätigte im Laufe des Donnerstags mehrere Tote im Vorgebirge der Sierra Nevada. Die Flammen hatten dort mehr als 100 Häuser zerstört, rund 2500 Menschen mussten fliehen. Der Leiter des kalifornischen Amts für Forstwesen und Brandschutz, Ken Pimlott, sagte zuvor, die Einsatzkräfte hätten bei der Bekämpfung der Brände in der Sierra Nevada Fortschritte verbuchen können. Mehr als 8000 Feuerwehrleute seien im Einsatz, zusätzliche Kräfte kämen aus anderen US-Staaten und Ländern wie Kanada oder Australien.

«Situation noch nicht überstanden»

«Wir haben diese Notsituation noch nicht überstanden. Wir haben sie noch nicht mal ansatzweise überstanden», sagte der Leiter des Noteinsatzes, Mark Ghilarducci, bei einer Pressekonferenz. Die Brände begannen am Sonntagabend an verschiedenen Punkten im US-Staat – und verwandelten ganze Nachbarschaften in Wüsten aus Asche. Mindestens 3500 Häuser und Geschäfte wurden zerstört. Geschätzt 25'000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Die Waldbrände nahmen indes in Grösse zu, zwei Feuer verbanden sich zu einem Flächenbrand. Nach Behördenangaben loderten insgesamt 21 Brände.

dapd/chk

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