Zum Hauptinhalt springen

Flutwelle nach Beben zerstört Dutzende Hütten

Vor der Ostküste der Salomoninseln hat sich ein Erdbeben der Stärke 8,0 ereignet. In der darauf folgenden Flutwelle starben mindestens vier Menschen. Eine Tsunamiwarnung wurde wieder aufgehoben.

Tsunami-Warnung ausgelöst: Der Direktor des Philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) in Quezon, östlich von Manila. (6. Februar 2013)
Tsunami-Warnung ausgelöst: Der Direktor des Philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) in Quezon, östlich von Manila. (6. Februar 2013)
Keystone
Das Erdbeben wurde mit einer Stärke von 8,0 gemessen: Seekarte des Gebiets im Südpazifik.
Das Erdbeben wurde mit einer Stärke von 8,0 gemessen: Seekarte des Gebiets im Südpazifik.
Pacific Tsunami Warning Center, Reuters
1 / 2

Bei einem schweren Erdbeben mit Tsunami sind auf den Salomonen im Südpazifik mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Zwei wurden heute noch vermisst, wie Regierungssprecher Robert Iroga dem Sender BBC sagte.

Nach Angaben des Ministerpräsidenten des Inselstaats, Gordon Darcy Lilo, wurden mindestens vier Dörfer auf den zu den Salomonen gehörenden Santa-Cruz-Inseln vom Beben der Stärke 8,0 getroffen. Zwischen 60 und 70 Häuser seien durch hohe Wellen beschädigt worden.

Das örtliche Radio berichtete, mindestens zwei Wellen mit einer Höhe von bis zu einem Meter seien wenige Minuten nach dem Erdbeben am Mittag auf die Küste zugerollt. Das Wasser drang bis zu 500 Meter ins Land.

«Zum Glück ist die Region nicht dicht besiedelt», sagte Regierungssprecher Iroga. «Unser Hauptfokus ist im Moment, dass der Flughafen wieder geöffnet wird, um Hilfsmittel einzufliegen.» Neben der Landebahn des Flughafens in Lata wurden nach Angaben der Hilfsorganisation WorldVision vier Ortschaften in der Nähe überspült.

Auf Anhöhen geflüchtet

WorldVision-Mitarbeiter Jeremiah Tabua berichtete, die meisten der 4000 Einwohner der grössten Ortschaft Lata seien sofort auf Anhöhen geflüchtet. Strom- und Wasserversorgung seien unterbrochen. «Ich stehe in einer der betroffenen Ortschaften knietief im Wasser und ich kann eine Reihe Häuser sehen, die fortgerissen wurden», sagte er.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich das Beben heute Morgen um 02.12 Uhr mitteleuropäischer Zeit zwischen den Salomonen und der nordöstlich von Australien gelegenen Inselrepublik Vanuatu. Die Region wurde von mehreren Nachbeben erschüttert.

Die USGS schätzte zunächst, dass das Epizentrum nur 5 Kilometer unter dem Meeresboden lag, doch korrigierte sie das später auf knapp 29 Kilometer. Eine Tsunami-Warnung für eine ganze Reihe von Inseln im Südpazifik wurde nach mehreren Stunden wieder aufgehoben.

Erdstösse in der Gegend häufig

Die seit 1978 unabhängigen Salomonen liegen auf dem Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschliesst, stossen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstösse keine Seltenheit sind.

Im April 2007 war Gizo, die zweitgrösste Stadt der Inselgruppe, nach einem Beben der Stärke 8,1 von einem Tsunami getroffen worden. 52 Menschen starben, tausende wurden obdachlos.

SDA/chk/mw/rbi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch