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Flughafen Zürich verzichtet auf Körperscanner

Sie sollen die Arbeit des Personals erleichtern. Doch die Testphase zeigt: Am Flughafen Zürich spart die Technologie kaum Zeit.

«Hände hoch»: Eine Passagierin steht in Hamburg mit nach oben gestreckten Armen in einem Körperscanner. (27. Oktober 2010)
«Hände hoch»: Eine Passagierin steht in Hamburg mit nach oben gestreckten Armen in einem Körperscanner. (27. Oktober 2010)
Jörg Sarbach, Keystone

Passagiere am Flughafen Zürich müssen sich bei der Sicherheitskontrolle bis auf weiteres nicht in einen Körperscanner stellen. Die Geräte, die heute auf dem Markt sind, bringen nach Ansicht der Flughafen-Verantwortlichen noch zu wenig Vorteile gegenüber den bisherigen Kontrollmethoden.

Im vergangenen Herbst wurden am Flughafen Zürich während fünf Wochen Körperscanner der neuesten Generation getestet. Die Teilnahme an dieser Art der Kontrolle war für die Passagiere freiwillig.

Deren Rückmeldungen seien keineswegs der Grund, weshalb man auf die Anschaffung verzichte, sagte eine Flughafen-Sprecherin. Die Geräte seien durchaus akzeptiert.

Kaum Zeitersparnis

Das Problem liegt bei den Scannern selbst: Sie bieten gegenüber den bisherigen Kontrollen mit Metalldetektoren und manuellem Abtasten keine entscheidenden Vorteile – vor allem nicht, was eine allfällige Zeitersparnis gegenüber den alten Methoden betrifft.

Bei den Tests zeigte sich, dass die Passagiere trotz Körperscanner ihre Jacke ausziehen und das Portemonnaie aus der Hosentasche nehmen mussten. Sonst meldeten sich die Geräte mit lautem Piepsen. Zeit wurde deshalb kaum eingespart.

Es bleibt somit bei den bisherigen Sicherheitskontrollen, zumindest so lange, bis die Körperscanner entscheidend weiterentwickelt sind. Die Flughäfen sind nicht zum Einsatz von Scannern verpflichtet. Sie müssen die Passagiere lediglich umfassend kontrollieren.

SDA/pst

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