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Feministinnen verbrennen Geld

Aus Protest haben schwedische Feministinnen am Dienstag Geldscheine im Wert von 100'000 schwedischen Kronen (rund 14'000 Franken) verbrannt. Das hatte einen ernsten Grund.

«Es ist nicht lustig, das Geld zu verbrennen»: Gudrun Schyman.
«Es ist nicht lustig, das Geld zu verbrennen»: Gudrun Schyman.
Reuters

Die Scheine entsprächen dem Betrag, den Frauen beim gegenwärtigen Entlohnungssystem jede Minute verlören, weil Männer grundsätzlich mehr verdienten, sagte die Vorsitzende der 2005 gegründeten Partei Feministische Initiative, Gudrun Schyman, dem schwedischen Rundfunk. Es dauerte demnach 40 Minuten, bis der Sack mit den 100 Kronen-Scheinen verbrannt war. Das Geld war von einer PR-Agentur gestiftet worden.

«Es ist nicht lustig, das Geld zu verbrennen», sagte Schyman. «Es ist viel Geld, für mich und viele andere auch» – unter anderem für Wohltätigkeitsorganisationen. Die Feministische Initiative sei aber keine Wohltätigkeitsorganisation, sondern eine Partei, die sich dafür einsetze, «die Realitäten zu ändern». Und dass Frauen bei den Löhnen immer noch diskriminiert würden, sei für sie und ihre Partei «eine Provokation».

AFP/mt

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