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Fauxpas am offenen Mikrofon

Carly Fiorina, die republikanische Kandidatin für den kalifornischen Senatssitz, hat sich vor laufender Kamera einen abschätzigen Spruch über ihre Gegnerin geleistet.

Hat den Mund etwas voll genommen: Carly Fiorina.
Hat den Mund etwas voll genommen: Carly Fiorina.

Carly Fiorina, die ehemalige Chefin von Hewlett-Packard und Kandidatin um den Senatssitz von Kalifornien sitzt im Studio des TV-Senders KXTV und bereitet sich auf eine Sendung vor. Dort entspannt sie sich und vergisst völlig, wo sie ist. Da geschieht der Fauxpas: Vor laufender Kamera macht sie sich über die Frisur ihrer demokratischen Gegnerin Barbara Boxer lustig. Die Frisur sei «so yesterday», das heisst, so was von gestern. Sie will gerade mit noch gröberen Geschütz auffahren, als ihr jemand im Hintergrund signalisiert, dass die Kamera läuft.

Aber der Schaden ist schon angerichtet. Kurze Zeit später muss sich die Kandidatin öffentlich entschuldigen. Fiorina erklärte auf Fox News, sie habe nur eine Freundin zitiert, als sie diese Bemerkungen zur Frisur der Rivalin gemacht habe. In den USA wird dennoch schon von «Hairgate» gesprochen. Fiorina sagte zudem, über ihre Frisur würden sich Millionen von Menschen lustig machen.

Die 55-jährige Fiorina will Boxer bei der Wahl im November schlagen und Kalifornien im Senat in Washington vertreten. Fiorina steht für Haushaltskonsolidierung, verstärktes Vorgehen gegen illegale Einwanderung, die Verhinderung eines Gesetzes zum Klimaschutz. In ihren Auftritten stellt sie vor allem heraus, wie «kampferprobt» sie sei. Im vergangenen Jahr machte sie nach einer Brustkrebsdiagnose eine Chemotherapie durch. 2008 erlebte sie als Beraterin von Präsidentschaftskandidat John McCain die harten Seiten der US-Politik.

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