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Extrem gefährliche Mörder brechen aus Gefängnis aus

150 Jahre lang gelang keinem Häftling der Ausbruch aus dem US-Hochsicherheitsgefängnis Dannemora. Nun haben es zwei als extrem gefährlich eingestufte Männer geschafft.

FBI-Agenten auf der Suche nach David Sweat. (28. Juni 2015)
FBI-Agenten auf der Suche nach David Sweat. (28. Juni 2015)
Scott Olson, AFP
Ein bewaffneter Beamter an einem Checkpoint im US-Staat New York. (27. Juni 2015)
Ein bewaffneter Beamter an einem Checkpoint im US-Staat New York. (27. Juni 2015)
Jason Hunter, Keystone
Ein Beamter hält seine Waffe einsatzbereit.
Ein Beamter hält seine Waffe einsatzbereit.
Gabe Dickens, Keystone
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Zwei wegen Mordes verurteilte und als extrem gefährlich geltende Männer sind nahe der kanadischen Grenze aus einem US-Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen. Hunderte Bundespolizisten hätten in der Nacht zu Sonntag erfolglos nach ihnen gesucht, wie die Behörden mitteilten. Der Ausbruch der beiden Männer aus der Haftanstalt Dannemora im US-Staat New York war der erste aus dem Gefängnis, seit es 1865 gebaut worden war.

Der 48-jährige Richard Matt und der 34-jährige David Sweat hätten sich mit Elektrowerkzeug durch Stahlrohre geschnitten. Sie seien durch einen Schacht geflüchtet, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag. «Es war ein ausgeklügelter Plan.»

Der jüngere der beiden Ausgebrochenen sass eine lebenslange Haftstrafe ab, nachdem er 2002 im Broome County einen Hilfssheriff ermordet hatte. Matt war zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er 1997 einen Mann entführt und zu Tode geprügelt hatte.

Loch in der Rückwand der Zelle

Während eines morgendlichen Rundgangs sei entdeckt worden, dass die benachbarten Zellen der beiden Männer leer seien, sagte der Chef der staatlichen Vollzugsanstalten, Anthony Annucci. «Eine Suche ergab, dass ein Loch in der Rückwand der Zelle herausgeschnitten wurde, durch das diese Insassen entkommen sind», sagte Annucci.

«Sie sind auf einen Steg gegangen, der rund sechs Stockwerke hoch ist. Wir schätzen, dass sie herunterkletterten und elektrische Werkzeuge hatten und in der Lage waren, durch Tunnel aus dieser Anlage zu gelangen.»

Spürhunde und Helikopter im Einsatz

Laut Behördenangaben wirft der Ausbruch etliche Fragen auf. Unklar ist unter anderem, wie die Insassen an die Werkzeuge gekommen sind.

Die Polizei von New York sucht nun mit Hunderten Beamten mehrerer Behörden nach den Geflohenen. Eingesetzt wurden auch Spürhunde und Helikopter. Das Gefängnis liegt rund 32 Kilometer von der Grenze zu Kanada entfernt. Der kanadische Sender CTV News berichtete, die Behörden seien besorgt, die Männer könnten versuchen, nach Kanada zu gelangen.

SDA/kko

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