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Explosion in Munitionslager – Granatenteile fliegen kilometerweit

In Russland ist es zu einer Serie von Explosionen auf einem Militärstützpunkt gekommen. Rund 30'000 Menschen mussten evakuiert werden.

Häuser wurden durch Flammen zerstört: Stützpunkt in der Teilrepublik Udmurtien.
Häuser wurden durch Flammen zerstört: Stützpunkt in der Teilrepublik Udmurtien.
Reuters

Ein Grossbrand in einem zentralrussischen Munitionsdepot mit schweren Detonationen hat knapp 30'000 Anwohner zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen. Die Explosionen waren Kilometer weit spürbar.

Etwa 45 Menschen seien durch Glassplitter oder giftigen Rauch verletzt worden, teilt das Zivilschutzministerium mit. Zudem hätten zwei ältere Menschen in der Nähe des Depots einen tödlichen Herzinfarkt erlitten.

Das Feuer brach am Donnerstagabend aus – noch 13 Stunden danach explodierte Munition. Die Ursache des Brandes in dem 950 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Munitionsdepot war nicht bekannt.

Explodierte Granatenteile wurden noch in zwei Kilometer Entfernung entdeckt. Mehrere Lagerhäuser standen in Flammen, Rettungskräfte kämpften mit Feuerwehrzügen und Flugzeugen gegen die Brände. Nach Schätzungen könnten die Detonationen noch mindestens zwei Tage andauern.

150'000 Tonnen Munition gelagert

Auf dem Stützpunkt in der Teilrepublik Udmurtien an der Wolga lagerten Artilleriegranaten, die zerstört werden sollen. Auf dem Gelände befanden sich mindestens 5000 Eisenbahnwaggons mit rund 150'000 Tonnen Munition.

Der stellvertretende Verteidigungsminister General Dmitri Bulgakow sagte, es seien auch einige Artillerieraketen gelagert. Diese seien aber nicht in Explosionsgefahr.

Die Behörden nannten menschliches Versagen als Ursache für den Grossbrand. Das Feuer sei vermutlich bei Arbeiten ausgebrochen, hiess es.

Zahlreiche Häuser zerstört

Erst vor wenigen Tagen hatten die Behörden in der Teilrepublik Baschkortostan am Ural wegen eines Grossbrands auf einem Militärdepot etwa 7000 Anwohner in Sicherheit gebracht. Ein Soldat war nachlässig bei der Lagerung von Munition umgegangen.

Zahlreiche Häuser in einem nahen Dorf wurden durch die Flammen zerstört. In Russland kommt es infolge maroder Militärausrüstung und Verstössen gegen die Sicherheitsvorschriften immer wieder zu Zwischenfällen mit Toten und Verletzten.

SDA/jak

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