Zum Hauptinhalt springen

Ermittler hoffen auf Auswertung von Handy-Daten

Im Fall des Vierfachmordes von Rupperswil analysiert die Polizei Handy-Anrufe und -Nachrichten. Über mögliche Erfolge schweigt die Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen im Fall Rupperswil laufen auf Hochtouren: Für Hinweise wird eine maximale Belohnung von 100'000 Franken ausgesetzt.
Die Ermittlungen im Fall Rupperswil laufen auf Hochtouren: Für Hinweise wird eine maximale Belohnung von 100'000 Franken ausgesetzt.
Alexandra Wey, Keystone

An einer Medienkonferenz vor zwei Wochen teilten die Aargauer Ermittlungsbehörden mit, dass sie am Tatort des Vierfachmordes in Rupperswil Täter-DNA sichergestellt hätten, und lobten 100'000 Franken Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täterschaft führen.

Bereits im Dezember hatte die Staatsanwaltschaft bei den Mobilfunkanbietern die Daten der Handybenutzer angefordert, die zum Tatzeitpunkt bei einer Antenne in der Nähe registriert waren. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Sandra Zuber, sagt zu 20 Minuten: «Im Verlauf des Januars wurden uns die Daten zur Verfügung gestellt, und seither sind mehrere Mitarbeiter der Sonderkommission daran, diese Daten aufzubereiten und zu analysieren.»

Autobahn und Bahnlinien erschweren Auswertung

Akribische Kleinarbeit für die Ermittler. Denn eine Antenne erfasst stündlich hunderte Handynummern und deren Besitzer. Zuber sagt: «Wir gehen davon aus, dass die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu einer grösseren Anzahl von Personenüberprüfungen führen werden.» Wie viele Handynummern die Ermittler überprüfen, konnte die Sprecherin nicht bekannt geben. Das Aargauer Zwangsmassnahmengericht habe dem Antrag der Strafverfolgungsbehörden zugestimmt.

Die Auswertung erschweren dürften die beiden Autobahnen und die Bahnlinie, die in der Nähe des Tatorts verlaufen. Ob und wie Daten von Personen, die sich dort befanden, in die Ermittlungen einfliessen beziehungsweise eliminiert werden können, wollten die Behörden nicht bekanntgeben.

Bei einem der schwersten Gewaltverbrechen im Kanton Aargau wurden die 48-jährige Carla S.*, ihre Söhne Davin (13) und Dion (19) sowie dessen Freundin Simona F.* (21) ermordet. Die Opfer waren mit Kabelbindern gefesselt und wiesen Stich- oder Schnittverletzungen auf.

Übernommen und bearbeitet von Tagesanzeiger/Newsnet

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch