Entwarnung in Jassbach – Durchfall auch in Bière

In der Berner Kaserne litten 50 Soldaten an Durchfall und Erbrechen. Im Waadtland hatten 30 Rekruten ähnliche Probleme.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag in der Rekrutenschule für Elektronische Kriegsführung im bernerischen Jassbach. Als Ursache könnte eine Lebensmittelvergiftung sein. Bild: armasuisse Immobilien

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag in der Rekrutenschule für Elektronische Kriegsführung im bernerischen Jassbach. Als Ursache könnte eine Lebensmittelvergiftung sein. Bild: armasuisse Immobilien

Auf dem Waffenplatz in Bière im Waadtland kämpfen Dutzende Rekruten mit Durchfallproblemen. Die Lage ist aber deutlich weniger schlimm als in Jassbach BE, wo am Donnerstag fünfzig Armeeangehörige in Spitäler gebracht werden mussten.

Nach Armeeangaben hatten sich in den vergangenen Tagen rund dreissig Rekruten mit Magen-Darm-Beschwerden gemeldet. Armeesprecher Stefan Hofer bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht des Onlineportals blick.ch.

Mittlerweile gehe es den meisten Rekruten besser. Von den dreissig Betroffenen habe keiner das Spital aufsuchen müssen. 17 Rekruten befänden sich auf dem Zimmer und zwei auf der Krankenstation. Alle anderen seien wieder im Einsatz.

Die Ursache der Erkrankung sei noch unklar und werde untersucht, sagte Hofer weiter. Eine virale Ursache könne ausgeschlossen werden

Jassbach: 50 Rekruten mussten ins Spital

In der Berner Kaserne Jassbach mussten am Donnerstagnachmittag 50 Rekruten mit Magen-Darm-Beschwerden in Spitäler gebracht werden. Ihnen geht es mittlerweile besser. 35 von ihnen haben die Spitäler bereits wieder verlassen.

Wie das Generalsekretariat des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitagmorgen mitteilte, befinden sich die 35 Armeeangehörigen wieder bei der Truppe oder im Urlaub. Die restlichen 15 ins Spital eingelieferten Soldaten können voraussichtlich im Verlauf des Freitagvormittags aus der medizinischen Obhut entlassen werden.

Die bisherigen Resultate der Untersuchung lassen eine virale Ursache ausschliessen. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

Der Gesundheitszustand der Armeeangehörigen verbesserte sich noch am Donnerstagabend und der Kanton Bern hat die Quarantäne wieder aufgehoben, die er vorsichtshalber über die Kaserne verhängt hatte.

Die Angehörigen der Rekrutenschule werden weiterhin medizinisch betreut und vom Psychologisch-Pädagogischen Dienst der Armee unterstützt. Das Lebensmittelhygieneinspektorat der Armee sowie die Militärjustiz haben Untersuchungen aufgenommen.

Von den Magen-Darm-Beschwerden waren Armeeangehörige vom Offizier bis zum Rekruten betroffen. Sie litten ab Donnerstagnachmittag teilweise an heftigem Erbrechen und Durchfall und waren zur medizinischen Betreuung in zivile Spitäler und in militärärztliche Einrichtungen gebracht worden.

Vermutet wird, dass die Soldaten von einer Lebensmittelvergiftung betroffen waren. Zu Mittag habe es kaltes Pouletfleisch gegeben, erzählte ein Rekrut dem Portal 20min.ch. Der junge Mann vermutet, dass dies der Auslöser war.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen in Jassbach und Bière gibt, ist unklar. Die Untersuchungen sind im Gange.

gbs/mb/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt