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Entführte Sahara-Touristen sind im Tschad

Nach Informationen des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira ist die Gruppe weiter in den Tschad verschleppt worden.

Die 19 Menschen, unter ihnen fünf Deutsche und fünf Italiener, seien während eines Feuergefechts mit sudanesischen Soldaten von anderen Kriminellen ergriffen und über die Grenze in den Tschad gebracht worden, berichtete der Sender am Sonntagabend.

Das sudanesische Militär erklärte, Regierungstruppen seien nahe der Grenze zum Tschad auf ein Fahrzeug mit acht bewaffneten Männern gestossen. Als sich die mutmasslichen Entführer geweigert hätten anzuhalten, hätten die Soldaten das Feuer eröffnet. Bei dem anschliessenden Schusswechsel seien sechs der Männer getötet worden. Die anderen zwei Männer seien festgenommen worden.

Al-Dschasira berichtete, die Geiseln seien von den neuen Kidnappern in ein Gebiet im Tschad in Zentralafrika, 30 Kilometer von der Grenze zum Sudan entfernt, gebracht worden. Sie würden von 35 bewaffneten Männern bewacht.

Die Beziehungen zwischen Sudan und Tschad sind seit Monaten nach mehreren Gefechten zwischen tschadischen Rebellen und sudanesischen Regierungstruppen äusserst angespannt.

Freilassung stand kurz bevor

Wenige Stunden vor dem Zusammenstoss zwischen den Entführern und den sudanesischen Soldaten hatte die unabhängige ägyptische Zeitung «Al-Masri Al-Youm» noch behauptet, die Freilassung stehe unmittelbar bevor.

Wie örtliche Medien berichteten, befand sich die Gruppe am Sonntag auf dem Weg vom Sudan zur ägyptischen Grenze. Nach Angaben eines sudanesischen Regierungssprechers hatten Sicherheitskräfte den Aufenthaltsort der Gruppe geortet.

SDA/mbr

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