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Ein «nahezu perfektes» Wochenende

So viel Sonnenschein wie selten und ein Besucherrekord auf dem Stanserhorn: Der Oktober macht den verregneten Sommer wieder wett.

Wandern und Sonne tanken: Ein Ausflügler auf dem Gurnigel im Kanton Bern. (19. Oktober 2014)
Wandern und Sonne tanken: Ein Ausflügler auf dem Gurnigel im Kanton Bern. (19. Oktober 2014)
Peter Schneider, Keystone
Das schöne Wetter zog die Schweizer zu Tausenden in die Berge – Wanderer geniessen den Ausblick auf Wetterhorn, Schreckhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau. (19. Oktober 2014)
Das schöne Wetter zog die Schweizer zu Tausenden in die Berge – Wanderer geniessen den Ausblick auf Wetterhorn, Schreckhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau. (19. Oktober 2014)
Peter Schneider, Keystone
Der Oktober 2014 hat das Potenzial, als Sonnen-Rekordmonat in die Geschichte einzugehen. (19. Oktober 2014)
Der Oktober 2014 hat das Potenzial, als Sonnen-Rekordmonat in die Geschichte einzugehen. (19. Oktober 2014)
Peter Schneider, Keystone
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Das Bilderbuchwetter hat am Wochenende Jung und Alt verzaubert. Morgendliche Nebelschwaden zum Sonnenaufgang verzückte manch eine Naturfreundin. Die vielerorts klare Sicht lockte Wanderer in die Berge.

So reisten am Samstag und Sonntag so viele Gäste wie noch nie an einem Wochenende aufs Stanserhorn, wie die Stanserhornbahn am Sonntag mitteilte. Auch die Wasserfallenbahn in Reigoldswil BL verzeichnete ein Rekordwochenende. Doch nicht nur dort tankten Familien, Wandergruppen und Spaziergänger Energiereserven für den Winter.

SRF Meteo bezeichnete in einer Mitteilung das Wochenendwetter als «nahezu perfekt». Für das «nahezu» waren einzig ein paar morgendliche Nebelfelder über dem Mittelland verantwortlich. Als hartnäckig erwiesen sie sich am Neuenburgersee und im Thurtal. Über dem Nebel war es uneingeschränkt sonnig - meist gar wolkenlos blau.

24 Grad in Genf

Am Samstag wurde es im Mittelland bis zu 20 Grad warm. In Sitten und Chur kletterte das Thermometer auf über 22 Grad, und in Chiasso erreichte es 22,9 Grad.

Der Sonntag stand dem Samstag in nichts nach: In Genf und Delsberg gab es 24 Grad. Auch in Basel lockte der Spaziergang dem Rhein entlang bei über 23 Grad. Im Lötschental, wo bald erste Skifahrer erwartet werden, wurden am Sonntagnachmittag über 19 Grad gemessen.

«Brillant war das Wetter aber auch auf den Bergen», schreibt SRF Meteo. Auf 2100 Metern über Meer auf dem Pilatus wurden 14 Grad gemessen; auf dem Titlis, 3000 Metern über Meer noch 9 Grad. Selbst auf dem Jungfraujoch auf 3580 Metern brauchte man bei 4,3 Grad dank der trockenen Luft keine Handschuhe, teilte MeteoSchweiz mit. Der Allzeitrekord für die zweite Oktoberhälfte liege hier übrigens nur noch 1,7 Grad entfernt.

Mit viel Wärme verwöhnt

Da wettermässig nicht nur dieses Oktoberwochenende verzückt hat, hat der Oktober 2014 das Potenzial als Rekordmonat in die Geschichte einzugehen. Gemäss SRF Meteo versucht der Oktober 2014 «im Alleingang zu korrigieren, was der Sommer nicht geschafft hat».

Seit Anfang Monat werde die Schweiz mit viel Wärme verwöhnt: Altweibersommer und Goldener Oktober machen ihrem Namen alle Ehre. Verantwortlich für den Wärmeüberschuss waren die Föhngebiete, wo es bis jetzt stellenweise fast 6 Grad zu warm war.

Im Mittelland war es 4 bis 5 Grad wärmer als sonst üblich und selbst im Tessin, das Anfang Monat zeitweise Land unter meldete, liegen die Temperaturen bis jetzt fast vier Grad über dem Schnitt. Allerdings sind die Rekordmeldungen mit Vorsicht zu geniessen: Der Oktober dauert noch 12 Tage - und die Wetterdienste melden bereits arktische Kaltluft, die Schnee bis 1000 Meter bringen könnte.

Bis jetzt gelten in der Schweiz der Oktober 2001 und der Oktober 2006 als die wärmsten Oktobermonate seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im Jahre 1864.

SDA

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