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Ein Jahr Gefängnis für Macher von islamfeindlichem Film

Der Macher des antiislamischen Schmähfilms «Innocence of Muslims» ist zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden – weil er gegen Bewährungsauflagen verstossen hat.

Hat gegen Bewährungsauflagen verstossen: Nakoula Basseley Nakoula im Gerichtssaal - von der Verhandlung existieren nur Gerichtszeichnungen. (7. November 2012)
Hat gegen Bewährungsauflagen verstossen: Nakoula Basseley Nakoula im Gerichtssaal - von der Verhandlung existieren nur Gerichtszeichnungen. (7. November 2012)
Keystone

Der Produzent des islamfeindlichen Schmähvideos «Die Unschuld der Muslime» ist von einem US-Gericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Richterin Christina Snyder befand Nakoula Basseley Nakoula am Mittwoch (Ortszeit) schuldig, gegen vier von acht Bewährungsauflagen verstossen zu haben. Unter anderem besorgte er sich demnach einen gefälschten Führerschein. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre Haft für die Verstösse gefordert.

Seine Verstösse hatten den Angaben zufolge nichts mit seinem umstrittenen Film zu tun. Der im Juli auf der Internetplattform Youtube eingestellte 14-minütige Ausschnitt, in dem der Prophet Mohammed lächerlich gemacht wird, hatte in Teilen der muslimischen Welt gewaltsame Proteste vor US-Einrichtungen und anderen westlichen Vertretungen ausgelöst. Dutzende Menschen kamen ums Leben, darunter auch der Botschafter der USA in Libyen.

Kopfgeld ausgesetzt

Der 55-jährige Nakoula wurde Ende September festgenommen, wenige Wochen nachdem sein Film zu den gewaltsamen Protesten geführt hatte. In der islamischen Welt wurden härteste Strafen gegen ihn gefordert, ein pakistanischer Minister versprach jedem 100.000 Dollar, der Nakoula tötet.

Nakoula war 2010 wegen Bankbetrugs verurteilt worden. Er soll unter falschen Namen 60 Konten eröffnet haben. Im Zusammenhang mit ihm wurden seit dem Bekanntwerden des Mohammed-Films mindestens drei Namen genannt: Sam Bacile, Nakoula Basseley Nakoula und Mark Basseley Youssef. Bacile war der Name, unter dem der Youtube-Account lief, der den Film veröffentlichte. Gerichtsunterlagen zufolge änderte er 2002 seinen Namen legal von Nakoula zu Youssef. Im Prozess gab er seinen Namen aber wieder Nakoula an.

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