Zum Hauptinhalt springen

Drohnen sollen Flüchtlinge in Seenot retten

Ein geflüchteter Afghane will mit Drohnen Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Tod bewahren.

Retter aus der Luft: Mehdi Salehi, ein aus Afghanistan geflüchteter Ingenieur, will Flüchtlingen in Not mit Drohnen helfen. Quelle: AFP

Eine Drohne erhebt sich auf der griechischen Insel Lesbos in die Luft. Mehdi Salehi steuert sie. Vor 15 Jahren ist er aus Afghanistan geflüchtet. In einem kleinen Kunststoffboot gelangte er nach Griechenland. Heute lebt er in den USA. Nun will er anderen Flüchtlingen helfen, die die gefahrvolle Überfahrt übers Mittelmeer nach Europa wagen.

«Wir lassen unsere Drohnen über den Routen fliegen, auf denen die Flüchtlinge unterwegs sind. Die Daten veröffentlichen wir auf nutzerfreundlichen Online-Seiten, für Suchtrupps und Rettungskräfte. Wenn man ein Boot sieht, weiss man, welche Hilfe die Leute brauchen: ob sie medizinische Hilfe brauchen, wie viele Menschen an Bord sind, und ob sie Rettungswesten an haben», erklärt Salehi.

Drohne in Entwicklung

Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien nach Europa, der überwiegende Anteil von ihnen über die Türkei. Hunderttausende sind dort seit Anfang 2015 in Boote gestiegen, die sie übers Mittelmeer bringen sollen. Viele sterben bei der Überfahrt, vor allem, weil niemand bemerkt, wenn ein Boot in Seenot gerät. Das Drohnenprojekt soll das ändern.

Mehdi Salehi und sein Team entwickeln derzeit eine grössere Drohne. Sie soll weitere Entfernungen zurücklegen können. Ausserdem soll sie Nachrichten auf Displays anzeigen können oder Hilfsmittel abwerfen – und somit Flüchtlinge vor dem Tod bewahren.

AFP/SME

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch