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Drei Todesurteile in Japan vollstreckt

Das asiatische Inselreich exekutierte drei zum Tode verurteilte Mörder. Japan und die USA sind die einzigen demokratischen Industrieländer, welche noch Hinrichtungen durchführen.

Drei «extrem grausame Mörder» gehängt: Der Exekutionsraum in Japan. (Archivbild)
Drei «extrem grausame Mörder» gehängt: Der Exekutionsraum in Japan. (Archivbild)
Keystone

Die japanischen Behörden haben am Donnerstag drei zum Tod verurteilte Häftlinge hingerichtet. Sie seien am frühen Morgen «nach eingehender Prüfung» ihrer Fälle gehenkt worden, weil sie Morde «von extremer Grausamkeit» begangen hätten, sagte Justizminister Sadakazu Tanigaki.

Es waren die ersten Vollstreckungen unter der seit Dezember amtierenden Regierung des rechtskonservativen Premiers Shinzo Abe. Das fernöstliche Inselreich Japan gehört zu den wenigen Industrieländern, in denen die Todesstrafe noch nicht abgeschafft worden ist.

Einer von ihnen, ein 44 Jahre alter Mann, hatte demnach im Jahr 2004 ein siebenjähriges Mädchen getötet und ein Foto des Opfers an dessen Mutter geschickt. Zudem seien zwei weitere Männer im Alter von 29 und 62 Jahren hingerichtet worden.

Es handelte sich um die ersten Hinrichtungen in Japan seit September. Damals waren zwei Häftlinge hingerichtet worden, eine 65-jährige Frau wegen Beteiligung an sechs Morden im Zuge von Ritualen zur Teufelsaustreibung um das Jahr 1995 herum und ein 39 Jahre alter Mann wegen Raubmords an einem Paar im Jahr 2003. Insgesamt sassen zuletzt 137 zum Tod Verurteilte in japanischen Gefängnissen.

Neben den USA ist Japan der einzige demokratische Industriestaat, der noch Todesurteile verhängt und vollstreckt. Dagegen gibt es regelmässig Proteste europäischer Regierungen und von Menschenrechtsgruppen. Im Jahr 2011 gab es in Japan erstmals seit rund zwei Jahrzehnten keine Hinrichtungen. Im vergangenen Jahr wurden sieben Menschen hingerichtet.

AFP/sda/chk

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