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Die schwersten Waldbrände in der Schweiz

Jährlich ereignen sich in der Schweiz 40 bis 80 Waldbrände. Doch nur in wenigen Fällen ist das Feuer derart verheerend wie jüngst in Visp. Eine Übersicht.

23. April 2007: In Ronco, Tessin, kämpfen die Feuerwehren gegen einen grossen Waldbrand.
23. April 2007: In Ronco, Tessin, kämpfen die Feuerwehren gegen einen grossen Waldbrand.
Keystone
Hitzesommer 2003: In Leuk, Wallis, ereignet sich einer der vielen Waldbrände des Jahres.
Hitzesommer 2003: In Leuk, Wallis, ereignet sich einer der vielen Waldbrände des Jahres.
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Diese Gämse kann den Flammen im Pfynwald nicht mehr entrinnen: 23. April 1996 im Pfynwald.
Diese Gämse kann den Flammen im Pfynwald nicht mehr entrinnen: 23. April 1996 im Pfynwald.
Keystone
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Der Waldbrand in Visp dürfte einer der grössten seit dem verheerenden Brand bei Leuk im Jahr 2003 sein. Hier die schwersten Waldbrände seit dem Zweiten Weltkrieg:

23. April 2007: Bei Ronco sopra Ascona TI kämpfen die Feuerwehren gegen einen grossen Waldbrand. Zwei Helikopter unterstützen die Löscharbeiten aus der Luft.

13. August 2003: Bei einem der grössten Waldbrände der Schweiz werden oberhalb von Leuk VS über 300 Hektaren Wald mit etwa 200'000 Bäumen – teilweise Schutzwald – vernichtet. Gegen 300 Menschen müssen evakuiert werden. Feuerwehren, Armee und Zivilschutz bekämpfen die Brände, die noch nach Tagen unter der Bodenoberfläche schwelen. Es entsteht Sachschaden von rund 8 Millionen Franken. 2004 gesteht ein 32-jähriger Oberwalliser die Brandstiftung. Er wird zu einer psychiatrischen Therapie und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt.

Im Hitzesommer 2003 kommt es ausserdem im südbündnerischen Calancatal GR, im Maggiatal TI, der Leventina TI, im Waadtländer Naturreservat «Les Grangettes», im Jura, im Mittelland und bei Einsiedeln SZ zu Waldbränden. Sie wurden teils durch Unachtsamkeit, teils durch Blitzschläge ausgelöst.

April 1997: Bei einem Waldbrand im Misox GR werden innerhalb von zwei Wochen rund 400 Hektaren Wald ein Raub der Flammen. Neben Feuerwehren stehen Armeeeinheiten mit Super-Puma-Helikoptern im Einsatz.

Frühling 1997: Oberhalb von Ronco sopra Ascona TI brennt eine grosse Fläche Wald ab. Die schützende Vegetationsdecke wird vernichtet, sodass dort einige Wochen später bei einem starken Gewitter eine Schlammlawine losbricht und grosse Schäden verursacht.

April 1994: Rund 200 Hektaren des einzigartigen Pfynwalds im Wallis werden durch einen Brand zerstört.

5. Dez. 1985: Bei einer Schiessübung auf dem Waffenplatz St. Luzisteig geraten im Gebiet St. Luzisteig-Balzers (GR/FL) 110 Hektaren Wald in Brand. Starker Föhn entfacht das Feuer stets neu.

Sommer 1983: Ein Waldbrand im Münstertal GR zerstört mehr als 50 Hektaren Gebirgswald.

1973: In der Südschweiz kommt es zu 180 Waldbränden – ein Jahrhundert-Rekord. 1600 Hektaren Wald werden zerstört.

1943: Bei einem verheerenden Waldbrand am Calanda bei Chur werden fast 500 Hektaren Wald vernichtet.

Jedes Jahr entstehen in den Schweizer Wäldern rund 40 bis 80 Brände. Besonders die Alpensüdseite ist betroffen. Laut einer Studie des Beratenden Organs für Fragen der Klimaänderung (OcCC) war bei den Waldbränden auf der Alpensüdseite in den Jahren 1981 bis 2000 in rund 40 Prozent der Fälle die Ursache unklar. Bei den Fällen mit bekannter Ursache waren über 90 Prozent der Brände von Menschen verursacht worden – absichtlich oder fahrlässig. Nur rund 9 Prozent waren auf Blitzschlag zurückzuführen.

SDA/mrs

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