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Die Schweizer Sirenen heulen auf

Heute wurden in der Schweiz die Sirenen wieder getestet. Der Bund philosophiert schon jetzt über neue Alarmsysteme, welche die Sirenen in ferner Zukunft ersetzen könnten.

Wird am Mittwoch getestet: Sirene auf einem Industriegebäude in Winterthur. (Archivbild)
Wird am Mittwoch getestet: Sirene auf einem Industriegebäude in Winterthur. (Archivbild)
Keystone

Heute gingen in der ganzen Schweiz die Sirenen an. Kein Grund zur Panik, denn es handelte sich um den alljährlichen Sirenentest. Auf seine Verlässlichkeit geprüft wird sowohl der «Allgemeine Alarm» als auch der «Wasseralarm» (machen Sie hier den Redaktion Tamedia-Test zum Sirenenalarm: Würden Sie überleben?).

Die Schweiz verfügt über ein Netzwerk mit rund 7800 Sirenen. Diese werden grösstenteils noch immer mit der veralteten Sirenenfernsteuerung in Betrieb gesetzt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) hat deshalb 2009 ein Projekt aufgegleist, das die Sirenen mit dem neuen System «Polyalert» ausstatten soll. Dieses basiert auf dem Funknetz Polycom, das auch vom Polizeikorps und anderen Blaulicht-Organisationen verwendet wird.

Bis Ende 2012 wurden laut VBS rund 500 Sirenen in den Kantonen Glarus, Wallis, Bern, Freiburg, Neuenburg und Jura an das neue System angeschlossen. Bis Ende 2015 soll der Rest der Schweiz folgen. In einem ersten Schritt werde die Alarmierung der Bevölkerung künftig gleich wie heute über die Sirenen abgewickelt, erklärt Babs-Sprecher Kurt Münger der Nachrichtenagentur sda.

In einem weiteren Schritt, der laut Münger noch «in ferner Zukunft» liegt, könnte das Alarmierungssystem dann aber grundlegend verändert werden. So ermöglicht es Polyalert etwa, Alarme über Anrufe und SMS an Mobiltelefonbenutzer in einem Gefahrengebiet zu versenden. Auch könnten Alarme über Lautsprecher in öffentlichen Verkehrsmitteln, über digitale Anzeigen in Bahnhöfen oder über E-Mails zum Bürger gelangen.

Im Ernstfall Radio hören

Sollte der «Allgemeine Alarm» ausserhalb eines angekündigten Sirenentests ertönen, ist die Bevölkerung aufgefordert, Radio zu hören, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu informieren. Der «Wasseralarm» bedeutet, dass das gefährdete Gebiet sofort zu verlassen ist.

SDA/fko

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