Zum Hauptinhalt springen

Die Schattenseiten der Street-Parade

Schlägereien, Schnittwunden, Alkohol- und Drogenexzesse: In den Sanitätszelten von Schutz und Rettung gibt es viel zu tun.

Kurz nach halb fünf im Sanitätszelt in der Talstrasse: Nur wenige Patienten sind anwesend, hauptsächlich wegen Schnittwunden an ihren Füssen, die sie sich durch Scherben zugezogen haben. Doch innert Minuten ändert sich das Bild: Ein junger Mann wird eingeliefert. Überall auf seiner Kleidung ist Blut, seine Hand ist geschwollen. Er sei bei einer Schlägerei dazwischen gegangen, erklärt er aufgeregt. Fotografieren lassen will er sich nicht. Er arbeite beim Bund.

Kurz darauf wird ein Mann um die Dreissig von zwei Sanitätern auf eine der bereitstehenden Liegen geschleppt. Er ist zusammengebrochen, kann nicht mehr stehen. Die Rettungskräfte hängen ihn an eine Maschine, die Blutdruck und Herzaktivität misst. Sein Begleiter hält ihm einen Beutel vor den Mund. Der Mann erbricht ohne Unterlass. Er schwitzt und zittert. «Viele kommen zu uns, weil sie zu viel Drogen oder Alkohol konsumiert haben», erklärt Erich Maag, Sprecher von Schutz und Rettung Zürich.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.