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Die Opfer von Menznau wurden beigesetzt

Die drei Opfer der Bluttat von Menznau wurden am Samstag an ihren Wohnorten beerdigt, unter ihnen auch der Spitzenschwinger Benno Studer. 2000 Menschen erwiesen ihm die letzte Ehre.

Er wollte im April sein Comeback geben: Zahlreiche Schwingerkollegen nehmen in Schüpfheim Abschied von Benno Studer. (9. März 2013)
Er wollte im April sein Comeback geben: Zahlreiche Schwingerkollegen nehmen in Schüpfheim Abschied von Benno Studer. (9. März 2013)
Keystone

Eineinhalb Wochen nach den tödlichen Schüssen in einer Holzverarbeitungsfirma in Menznau LU sind die drei Opfer heute Samstag an ihren Wohnorten beigesetzt worden. Gegen 2000 Trauernde nahmen in Schüpfheim Abschied von Spitzenschwinger Benno Studer.

Neben der Familie und Freunden erwiesen zahlreiche Schwingerkollegen – etwa des Eidgenössischen Schwingerverbands – dem Entlebucher Sportler die letzte Ehre. Auch Politiker nahmen an der Trauerfeier teil. So etwa Nationalratsvizepräsident Ruedi Lustenberger und der Luzerner Regierungspräsident Guido Graf.

Trauerfeier in Turnhalle übertragen

Studer wurde als ehrgeiziger Schwinger, korrekter Berufsmann und umgänglicher Mensch gewürdigt. Um sich seiner zu erinnern, schallten auch ungewohnte Klänge durch die Kirchengänge: So wurde der Hardrock-Song «Hells Bells» von AC/DC abgespielt – ein Song, den Studer jeweils vor seinen Wettkämpfen hörte. Zum Schluss der Trauerfeier spendeten die Gäste langanhaltenden Applaus.

Der Andrang in der Kirche war derart gross, sodass zahlreiche Gäste während des fast zweistündigen Gottesdiensts stehen mussten. Zudem wurde die Trauerfeier auch in eine nahe gelegene Turnhalle übertragen.

Der 26-jährige Schwinger war als gelernter Schreiner bei der Firma Kronospan tätig, wo er bei der Bluttat vor eineinhalb Wochen ums Leben kam. Der Nachwuchsschwinger erreichte 2011 mit dem Sieg am Innerschweizer Teilverbandsfest seinen grössten Erfolg. Nach einer Verletzungspause wollte Studer im April 2013 sein Comeback geben.

Trauer- statt Geburtstagsfeier

Schon am Samstagmorgen war in Menznau das zweite Opfer der Bluttat, eine 43-jährige Frau, beigesetzt worden. Und in Buttisholz nahmen Familie, Freunde und Verwandte in einem Gottesdienst Abschied vom dritten getöteten Mitarbeiter. Der Mann wäre am (heutigen) Samstag 45 Jahre alt geworden.

Der 42-jährige Täter wurde bereits am vergangenen Sonntag in Kosovo, nahe der Grenze zu Serbien, am Wohnort seiner Eltern beigesetzt.

Zum genauen Tathergang sowie zum Motiv des Täters sind die polizeilichen Ermittlungen weiter im Gang. Aufgrund ihrer Verletzungen hätten direkte Zeugen der Tat noch immer nicht befragt werden können, sagte ein Sprecher der Luzerner Polizei am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Der langjährige Mitarbeiter des Holzverarbeiters hatte am Mittwochmorgen vor einer Woche mit einer Pistole das Feuer auf Arbeitskollegen eröffnet. Laut Polizei schoss er in der Werkstatt, in einem Zwischengang und in der Betriebskantine gezielt auf Mitarbeiter. Neben dem Schützen verloren drei Personen das Leben, sechs wurden verletzt.

SDA/fko

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