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Die ersten Bilder aus dem Haus des Schreckens

Zehn Jahre lang hat Ariel Castro drei Frauen gefangen gehalten und immer wieder vergewaltigt. Kurz nach seiner Verurteilung geben erste Bilder einen Einblick, wie es im Haus des 53-Jährigen aussieht.

«Zieh deine Schuhe aus, bitte»: Eine Tür in Ariel Castros Haus in Cleveland. (1. August 2013)
«Zieh deine Schuhe aus, bitte»: Eine Tür in Ariel Castros Haus in Cleveland. (1. August 2013)
Reuters
A room with toys is pictured in Ariel Castro's house in this undated photo provided to the court as evidence on August 1, 2013, and released to the media by the Cuyahoga County Prosecutor's Office. Castro, the Cleveland school bus driver who abducted, imprisoned and repeatedly raped three women was sentenced on Thursday to life in prison without parole, plus 1,000 years, after one of his victims confronted him and said he had put her through 11 years of hell. REUTERS/Cuyahoga County Prosecutor's Office/Handout (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW) ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS
A room with toys is pictured in Ariel Castro's house in this undated photo provided to the court as evidence on August 1, 2013, and released to the media by the Cuyahoga County Prosecutor's Office. Castro, the Cleveland school bus driver who abducted, imprisoned and repeatedly raped three women was sentenced on Thursday to life in prison without parole, plus 1,000 years, after one of his victims confronted him and said he had put her through 11 years of hell. REUTERS/Cuyahoga County Prosecutor's Office/Handout (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW) ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS
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Überall liegen Spielsachen am BodenA room with toys in Ariel Castro's house is seen in this undated photo provided to the court as evidence on August 1, 2013 and released to the media by the Cuyahoga County Prosecutor's Office. Castro, the Cleveland school bus driver who abducted, imprisoned and repeatedly raped three women was sentenced on Thursday to life in prison without parole, plus 1,000 years, after one of his victims confronted him and said he had put her through 11 years of hell.   REUTERS/Cuyahoga County Prosecutor's Office/Handout via Reuters (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW TPX IMAGES OF THE DAY) ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE WAS PROCESSED BY REUTERS TO ENHANCE QUALITY. AN UNPROCESSED VERSION HAS BEEN PROVIDED SEPARATELY
Überall liegen Spielsachen am BodenA room with toys in Ariel Castro's house is seen in this undated photo provided to the court as evidence on August 1, 2013 and released to the media by the Cuyahoga County Prosecutor's Office. Castro, the Cleveland school bus driver who abducted, imprisoned and repeatedly raped three women was sentenced on Thursday to life in prison without parole, plus 1,000 years, after one of his victims confronted him and said he had put her through 11 years of hell. REUTERS/Cuyahoga County Prosecutor's Office/Handout via Reuters (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW TPX IMAGES OF THE DAY) ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE WAS PROCESSED BY REUTERS TO ENHANCE QUALITY. AN UNPROCESSED VERSION HAS BEEN PROVIDED SEPARATELY
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Der Cleveland-Entführer Ariel Castro wird zu Lebzeiten nicht mehr aus dem Gefängnis kommen: Ein Gericht im US-Staat Ohio verurteilte den 53-Jährigen am Donnerstag zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Haftentlassung. Die Richter in Cleveland sahen es als zweifelsfrei erwiesen an, dass Castro drei Frauen über rund zehn Jahre hinweg in seinem Haus gefangen gehalten, misshandelt und immer wieder vergewaltigt hat.

Der frühere Busfahrer hatte sich zu den meisten der knapp tausend Anklagepunkte schuldig bekannt, um der Todesstrafe zu entgehen. Lebenslänglich bekam er nun wegen Mordes: Er hatte die Schwangerschaft eines seiner Entführungsopfer gewaltsam beendet, indem er ihr wiederholt in den Bauch schlug und sie aushungerte - so lange, bis sie eine Fehlgeburt erlitt.

«Ich habe elf Jahre in der Hölle verbracht»

Amanda Berry, Gina DeJesus und Michelle Knight waren zwischen 2002 und 2004 verschwunden. Damals waren sie 14, 16 und 20 Jahre alt. Die Frauen konnten Anfang Mai fliehen. Berry hat eine sechsjährige Tochter von Castro.

Vor der Verkündung des Strafmasses rechnete Knight im Gerichtssaal persönlich mit ihrem Peiniger ab. Die heute 32-Jährige sagte zu ihm: «Ich habe elf Jahre in der Hölle verbracht. Nun beginnt deine Hölle. Ich werde alles Geschehene überwinden. Aber Du wirst für immer die Hölle durchleben müssen.» Jede Nacht während ihrer Gefangenschaft habe sie geweint.

Castro selbst sagte ebenfalls aus und entschuldigte sich bei seinen Opfern. «Ich bin kein Monster. Ich bin krank», erklärte er. So sei er süchtig nach Pornografie. Castro behauptete zudem, er sei an sich kein Gewalttäter, der Sex mit den drei Frauen sei überwiegend einvernehmlich gewesen und sie seien nicht gefoltert worden. Castro gab überdies seiner Ehefrau die Schuld für sein Verhalten.

Tagebücher veröffentlicht

Richter Michael Russo wies Castros Behauptungen zurück, wonach die Frauen ein glückliches Leben bei ihm gehabt hätten. «Ich glaube nicht, dass irgendjemand in Amerika Ihnen da zustimmen würde», sagte Russo.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft öffentlich gemacht, dass die drei eingekerkerten Frauen Tagebücher über ihr jahrelanges Martyrium geführt haben. Darin heisst es demnach, der Kidnapper habe sie mit dem Versprechen eines jungen Hundes in sein Haus gelockt. Wenn jemand zu Besuch gekommen sei, habe er sie in einem Fahrzeug in seiner Garage eingeschlossen.

Der Mann soll demnach am Ende keinen Ausweg aus seinem komplizierten Doppelleben gesehen haben. Schliesslich habe er selbst den Frauen ungewollt eine Chance zur Flucht gegeben, indem er eine Tür unverriegelt liess.

Kurz nach der Verurteilung von Castro hat die Staatsanwaltschaft Bilder veröffentlicht, die das Haus des 53-Jährigen von Innen zeigen.

AP/fko/bru

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