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Deutscher in Malaysia zum Tode verurteilt

Er wurde mit 1,5 Kilogramm Crystal Meth am Flughafen Kuala Lumpur aufgegriffen – nun wurde er zur Höchstrafe verurteilt. Der 40-jährige Deutsche soll erhängt werden.

Ab 50 Gramm Crystal gilt man in Malysia als Schmuggler: Der Flughafen in Kuala Lumpur.
Ab 50 Gramm Crystal gilt man in Malysia als Schmuggler: Der Flughafen in Kuala Lumpur.
Keystone

In Malaysia ist ein Deutscher wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilt worden. Eine Richterin in der Nähe der Hauptstadt Kuala Lumpur verhängte heute die Höchststrafe gegen den etwa 40-Jährigen, der 2011 mit 1,5 Kilogramm Methamphetaminen im Gepäck am Flughafen von Kuala Lumpur aufgegriffen wurde.

Der Mann hatte ausgesagt, die Tasche mit der allgemein als Crystal Meth oder Crystal bezeichneten Droge gehöre seiner Freundin. Die Richterin habe ihm das nicht geglaubt, sagte der Anwalt des Verurteilten, Karpal Singh. Der ursprünglich aus Togo stammende Deutsche soll laut Urteil erhängt werden.

Hunderte Verurteilte sitzen im Todestrakt

In Malaysia gilt jeder, der mindestens 50 Gramm Crystal besitzt, als Schmuggler. Anfang dieses Jahres waren zwei Deutsche afghanischer Abstammung von der Justiz des südostasiatischen Landes vom Vorwurf des Drogenschmuggels freigesprochen worden. Sie waren beschuldigt worden, 2012 zehn Kilogramm Crystal nach Malaysia geschmuggelt zu haben. Die beiden befinden sich nach Angaben des Anwalts Karpal, der auch sie vertritt, weiterhin in Haft und warten dort auf die Entscheidung eines Berufungsgerichts.

In Malaysia sitzen hunderte Verurteilte in Todestrakten, in den vergangenen Jahren wurden in dem Land aber nur wenige Todesurteile vollstreckt.

AFP/wid

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