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Der Serienkiller von New York ist nicht allein

Innerhalb von vier Monaten fand die Polizei auf der New Yorker Insel Long Island zehn weibliche Leichen. Nun nimmt der Fall eine spektakuläre Wende.

Das letzte identifizierte Opfer einer anhaltenden Mordserie: Jessica Taylor wurde am 9. Mai ohne Kopf und Hände auf Long Island aufgefunden.
Das letzte identifizierte Opfer einer anhaltenden Mordserie: Jessica Taylor wurde am 9. Mai ohne Kopf und Hände auf Long Island aufgefunden.
Keystone
Leichenteile von mindestens 10 Personen wurden bisher gefunden: Die Polizei sucht das Ufer ab.
Leichenteile von mindestens 10 Personen wurden bisher gefunden: Die Polizei sucht das Ufer ab.
Keystone
Nützliche Helfer: Spürhunde der Polizei kommen ebenfalls zum Einsatz.
Nützliche Helfer: Spürhunde der Polizei kommen ebenfalls zum Einsatz.
Keystone
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Die Medien waren sich fast alle einig: Dies muss das Werk eines Serienmörders sein. Die Polizei fand von Dezember 2010 bis zum diesjährigen April Leichenteile von insgesamt zehn Menschen. Genauere Untersuchungen ergaben, dass es sich bei den meisten Opfern um Prostituierte handelte, die ihre Dienste über dieselbe Website anboten. Die Polizei hatte noch weitere Indizien, weshalb es sich in der Tötungsserie um einen Wiederholungstäter handelt. So wurden etwa die vier Prostituierten, die im letzten Dezember identifiziert wurden, jeweils in einen Leinensack gesteckt und am Strassenrand deponiert.

Aufgrund der grossen Angst der Bevölkerung und auf Druck der Medien haben die Behörden ihre Untersuchungen nochmals ausgeweitet. Taucher, Suchflugzeuge und DNA-Analysen kamen zum Einsatz. Mit verblüffenden Resultaten: «Wir könnten zwei oder mehr Killer da draussen haben», sagte der FBI-Sprecher gegenüber dem Fernsehsender CBS. Oder: «Bei den Morden gehen wir nicht vom selben Monster aus», sagte ein anderer Ermittler gegenüber «NY Daily News».

Indizien sprechen für mehrere Täter

Die Zwei-Täter-Theorie scheint derzeit am populärsten. So wie die vier Tötungsdelikte im Dezember sich ähnelten, wiesen die darauf folgenden Leichen keinen Zusammenhang mit den ersten Verbrechen auf. Die sechs toten Frauen wurden weiter westlich entdeckt und waren grösstenteils gar nicht verhüllt. Die Indizien, die für zwei Täter sprechen, sind jedoch nicht eindeutig, weshalb auch drei oder noch mehr Täter infrage kommen.

Was sicher ist: Die ersten vier Leichen von Prostituierten, alle zwischen 22 und 27 Jahre alt, stammen vom selben Täter. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen hat das FBI ein Täterprofil geschaffen. Demnach soll es sich um einen weissen Mann zwischen 25 und 40 Jahren handeln – intelligent und gerissen.

Fahndung mit Schaufeln und Hightechkameras

Um an weitere Hinweise zu gelangen, haben die Ermittler ihre Fahndung mit den unterschiedlichsten Mitteln fortgesetzt. Gemäss Spiegel online durchkämmen zurzeit drei Taucher die Küstenregion. Mithilfe von Schaufeln und Detektoren suchen sie nach Beweismitteln. Unterstützt werden sie dabei von Überwachungsflugzeugen und Helikoptern, die mit Hightechkameras ausgestattet sind. Möglich, dass nun noch weitere Leichen auftauchen.

Die bisherigen Funde stehen im Zusammenhang mit der Suche nach der 24-jährigen Shannan Gilbert, die seit Mai vergangenen Jahres spurlos verschwunden ist. Im Dezember stiess die Polizei nahe der Ortschaft Oak Beach auf Long Island auf die Leichen der vier Prostituierten.

Auch Gilbert soll als Prostituierte gearbeitet haben. Bis Mitte April wurden sechs weitere Leichen gefunden, die noch nicht identifiziert sind. Medienberichten zufolge ergaben die Obduktionen allerdings, dass Gilberts Leiche nicht darunter sei.

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