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«Der Ostwind hat den Nebel auf die Strasse geschoben»

Welche Rolle spielte das Wetter bei der Massenkarambolage auf der A3? Denise Baumgartner von Meteo Schweiz klärt auf.

Mit Denise Baumgartner sprach Yannick Wiget
Anfällig für Nebel auf der Autobahn: Die Linthebene in der Ostschweiz. Bild: 20 Minuten/Leserreporter
Anfällig für Nebel auf der Autobahn: Die Linthebene in der Ostschweiz. Bild: 20 Minuten/Leserreporter

Ein Augenzeuge spricht von einer plötzlich aufgetauchten Nebelwand beim Unfallort. Ist das realistisch?

Ja. Die Linthebene, wo es zur Massenkarambolage kam, ist anfällig und bekannt für Nebel. Ich gehe davon aus, dass der Temperaturunterschied zwischen der kalten Luft und der wärmeren Linth zur Dampfbildung beim nahe gelegenen Fluss geführt hat.

Schliessen Sie aus, dass sich der Nebel auf eine andere Art gebildet hat?

Wir hatten heute in dieser Region keinen verbreiteten Nebel. Wie andere Gewässer entwickelt bei Kälte aber auch die Linth Feuchtigkeit in der Luft. Und je grösser der Temperaturunterschied zwischen der Luft und dem Wasser ist, desto mehr Nebel wird gebildet. Der Fluss war heute Morgen 3–4 Grad warm, und die Lufttemperatur lag bei etwa –8 Grad.

Wie kam der Nebel auf die Autobahn?

Heute Morgen wehte im Linthgebiet ein leichter Ostwind. Dieser schob die beim Fluss entstandene Nebelschwade wahrscheinlich auf die westlich gelegene Strasse.

Auch von Glatteis war die Rede. Wie entsteht es genau auf der Autobahn?

Die Strasse war Minustemperaturen ausgesetzt. Wenn die Fahrbahntemperatur unter null liegt, friert jede Art von Feuchtigkeit an. Kalte Luft kann zudem weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. So entstand Tau, der zu Reife beziehungsweise Eis gefror.

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