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Der Lotto-Jackpot ist geknackt

48,6 Millionen – so viel gewinnt ein glücklicher Lottospieler. Der Rekordgewinn geht in den Kanton Bern.

Ein Glückspilz hat gestern den Rekord-Jackpot im Schweizer Zahlenlotto geknackt. Die sechs richtigen Zahlen und die korrekte Glückszahl ebneten den Weg zum Rekordgewinn von 48,6 Millionen Franken. Der gewinnbringende Schein wurde im Kanton Bern gespielt.

Erstmals seit dem 29. März dieses Jahres sind wieder alle sechs Zahlen plus die Glückszahl richtig getippt worden. Die gewinnbringenden Lottozahlen lauteten 23, 22, 7, 4, 3, 21 und die Glückszahl 2. Replay-Zahl war die 6. Diese Zahlen haben die Rekordgewinnsumme von genau 48’598’075.75 Franken eingebracht. Höhere Beträge wurden in der Schweiz erst fünfmal bei der Lotterie Euromillions ausbezahlt.

Der gewinnbringende Schein wurde am frühen Nachmittag um 14.02.39 Uhr im Kanton Bern gespielt, wie die Lottogesellschaft Swisslos mitteilte. Ausgefüllt worden seien zwölf Tippfelder. Die richtige Zahlenkombination sei im Feld 9 angekreuzt worden.

Darüber hinaus seien auf dem gleichen Spielschein auch noch drei Richtige plus Glückszahl getippt worden. Für diesen Rang gewinne der Lotto-Rekordmillionär noch einmal 47.10 Franken hinzu. Der Einsatz von 36 Franken, zusätzlich wurden auch noch drei Jokerzahlen gespielt, habe sich auf jeden Fall ausbezahlt, schreibt die Lottogesellschaft.

Die glückliche Gewinnerin oder der glückliche Gewinner dürfte sich in den nächsten Tagen bei Swisslos melden: Sobald die Modalitäten geregelt sind, steht einer Auszahlung der Millionen nichts mehr im Wege, wie Swisslos weiter schreibt.

Und noch ein weiterer Millionär

Knapp am Rekordgewinn vorbei schrammte eine Person aus der Westschweiz: Sie kreuzte die sechs richtigen Zahlen an, nicht aber die korrekte Zusatzzahl - und sahnte damit eine Million Franken ab. Im nächsten Jackpot liegen nun «nur» 1,5 Millionen Franken.

Auf den grossen Gewinn hatten Hunderttausende gehofft. An der Ausspielung vom Samstag nahmen rund 1,5 Millionen Spielscheine teil. Dies seien sehr viele, doch handle es sich nicht um einen Rekord, so Swisslos.

In den 1990er-Jahren seien einmal rund 4 Millionen Lottoscheine verkauft worden. Allerdings habe es damals noch kein Mittwochslotto und keine Euromillions gegeben, deshalb sei dies nicht vergleichbar, sagte Willy Mesmer von Swisslos.

Über 800 Millionäre seit 1970

Die Wahrscheinlichkeit, einen Jackpot zu knacken, liegt etwa bei 1 zu 31,5 Millionen. Die sechs richtigen Zahlen zu tippen, gelingt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 5,2 Millionen. Fehlt dann noch die Glückszahl.

Seit der Einführung des Lottospiels in der Schweiz im Jahr 1970 sind 807 Millionärinnen oder Millionäre gekürt worden. Die beiden bisher höchsten Lottogewinne waren in die Deutschschweiz geflossen: Im März 2010 räumte ein Glücklicher den Rekordgewinn von 35,8 Millionen Franken ab. Ende November vergangenen Jahres gewann ein Glücklicher in der Nordwestschweiz 34,5 Millionen.

Etliche Millionäre, die mit dem Geldsegen nicht umgehen konnten, haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für Schlagzeilen gesorgt. So berichtete namentlich der «Blick» über einen Handwerker, der sich mit Immobilien verspekuliert hatte und mittellos starb, oder über einen Arbeiter, der nach dem Gewinn offenbar nur noch trank und bereits mit unter fünfzig Jahren das Zeitliche segnete.

Lottogesellschaft rät zur Diskretion

Diese Fälle scheinen jedoch nicht die Regel zu sein. So sagte jedenfalls eine Mitarbeiterin der Loterie Romande zur SDA, in der Schweiz würden Lottogewinne den neuen Millionären den Kopf nicht verdrehen. Viele investierten beispielsweise ins Wohnen oder in Reisen. Oder sie verbesserten ihren Lebensstil - allerdings ohne drastische Veränderungen. Den Millionengewinnern wird Anonymität gewährt. Weiter wird zur Diskretion geraten.

SDA/mw

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