Zum Hauptinhalt springen

Der Lokführer des Unglückszugs ist jetzt krankgeschrieben

Erst um 6 Uhr morgens stand fest: Es bleibt nach dem Zugunglück von Granges-près-Marnand bei einem Toten. Inzwischen konnten fast alle Verletzten das Spital wieder verlassen.

Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät: Die zusammengestossenen Triebwagen werden auf Lastwagen verladen. (30. Juli 2013)
Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät: Die zusammengestossenen Triebwagen werden auf Lastwagen verladen. (30. Juli 2013)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Der eine Triebwagen wurde beim Aufprall um acht Meter zusammengestaucht. (30. Juli 2013)
Der eine Triebwagen wurde beim Aufprall um acht Meter zusammengestaucht. (30. Juli 2013)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Mitarbeiter der Feuerwehr evakuierten die Verletzten. (29. Juli 2013)
Mitarbeiter der Feuerwehr evakuierten die Verletzten. (29. Juli 2013)
Reuters
1 / 18

Bei der Frontalkollision zweier Züge in Granges-près-Marnand VD ist keine weitere Person ums Leben gekommen. Der 24-jährige Lokführer des von Lausanne kommenden Zuges bleibt das einzige Todesopfer.

In der Nacht nahmen Berufsfeuerwehrleute den zusammengestauchten Triebwagen des Zuges aus Lausanne minutiös auseinander. Erst nach Abschluss der Arbeiten um 6 Uhr bestand Gewissheit, dass keine weitere Person eingeklemmt wurde.

Die Polizei hatte zunächst nicht ausgeschlossen, dass sich noch ein Passagier im Zugwrack befinden könnte. Der Zug aus Lausanne wurde durch den heftigen Aufprall um acht Meter verkürzt.

Transport per Lastwagen

Am Dienstag wurden die beiden Triebwagen sowie ein Eisenbahnwagen auf der Strasse nach Yverdon-les-Bains VD transportiert, wie die Kantonspolizei Waadt am Mittwoch mitteilte. Der Transport dauerte mehrere Stunden und wurde von Polizeipatrouillen begleitet.

Komplizierte Manöver: Abtransport von Bahnwaggons in Granges-près-Marnand VD. (Video: Youtube/Julien Alarcon)

Nur noch ein Verletzter im Spital

Am Montagabend waren um 18.45 Uhr ein von Payerne kommender Regionalzug und ein aus Lausanne kommender Regio-Express frontal zusammengestossen. Dabei wurden 25 Personen verletzt und von den Rettungskräften in verschiedene Spitäler gebracht.

Ausser einem Erwachsenen konnten inzwischen alle das Spital wieder verlassen, wie die Polizei festhielt. Der Erwachsene befindet sich nicht in Lebensgefahr. Weitere neun Personen wurden am Unfallort medizinisch versorgt. 11 Personen blieben unverletzt.

Lokführer krankgeschrieben

Der Lokführer des Zuges aus Payerne steht im Verdacht, bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof ein Rotlicht überfahren zu haben. Er leitete kurz vor der Frontalkollision eine Vollbremsung ein und sprang vom Zug. Er überlebte und wurde von der Polizei befragt. Der Lokführer wurde mittlerweile krankgeschrieben, wie SBB-Mediensprecher Frédéric Revaz sagte. Zudem wird er psychologisch betreut.

Der Lokführer des Zuges aus Lausanne wurde eingeklemmt und konnte nur noch tot geborgen werden. Er wurde inzwischen vom Westschweizer Institut für Rechtsmedizin formell identifiziert. Es handelt sich um einen 24-jährigen Franzosen, der in Payerne VD wohnhaft war.

Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Lausanne und Payerne rollt seit Dienstagabend wieder normal. Die Schadenssumme beläuft sich gemäss einer ersten Schätzung auf «mehrere Hunderttausend Franken», wie Revaz festhielt. Eine präzise Schadensbilanz sei jedoch erst in den kommenden Tagen möglich.

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch