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Der Götti sah das Kind an Weihnachten zuletzt lebend

Ein Elternpaar soll in Staad SG seine Tochter getötet haben. Der Götti des Mädchens glaubt, das Kind habe schon seit Monaten tot im Keller gelegen.

Mutmassliches Tötungsdelikt in Staad SG: Ein Polizeifahrzeug fährt an dem Haus vorbei, in welchem am Dienstagnachmittag ein totes Mädchen aufgefunden worden ist. (6. August 2015)
Mutmassliches Tötungsdelikt in Staad SG: Ein Polizeifahrzeug fährt an dem Haus vorbei, in welchem am Dienstagnachmittag ein totes Mädchen aufgefunden worden ist. (6. August 2015)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Bei der Hausdurchsuchung am Dienstag wurde im Keller ein totes Kind entdeckt. Der Zustand der Leiche lässt eine sofortige Identifikation nicht zu. (6. August 2015)
Bei der Hausdurchsuchung am Dienstag wurde im Keller ein totes Kind entdeckt. Der Zustand der Leiche lässt eine sofortige Identifikation nicht zu. (6. August 2015)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Ein Schild mit der Aufschrift« Gott sieht alles, unser Nachbar sieht mehr!», angebracht an einem Haus, in welchem das tote Mädchen gefunden wurde. (6. August 2015)
Ein Schild mit der Aufschrift« Gott sieht alles, unser Nachbar sieht mehr!», angebracht an einem Haus, in welchem das tote Mädchen gefunden wurde. (6. August 2015)
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Im Keller eines Einfamilienhauses in Staad SG wurde am Dienstag die Leiche eines zweijährigen Mädchens gefunden. Der Zustand der Leiche lässt eine sofortige Identifikation nicht zu. Ursache wie Zeitpunkt des Todes sind noch nicht bekannt. Der Tat verdächtigt werden die Eltern der Zweijährigen. Der Götti des toten Kleinkindes glaubt, das Mädchen sei schon seit Monaten tot. Gegenüber dem «Blick» sagt der 47-jährige C. G., er habe das Mädchen zuletzt an Weihnachten lebend gesehen.

C. G. war selbst acht Jahre mit der Tatverdächtigen verheiratet und hat zwei Kinder mit ihr. Als er bei seiner Ex-Frau mit den Kindern zu Besuch war, habe es immer geheissen, das Mädchen schlafe gerade. Seine Kinder, die Halbgeschwister des toten Mädchens, sollen angeblich auch gemerkt haben, dass etwas nicht stimmt. «Sie gingen plötzlich nicht mehr gerne zur Mutter», sagt C. G im «Blick». «Im Mai waren die Kinder zum letzten Mal bei ihr und sagten, dass sie nicht mehr dort übernachten wollen. Das Mädchen schlafe die ganze Zeit und stinke grässlich», erzählt C. G. der Zeitung.

«Wenn ich mein Baby nicht haben kann, darf es niemand haben»

Die Mutter, eine 32-jährige Deutsche, hat insgesamt vier Kinder – drei von ihnen sind fremdplatziert. Die Kinder hat sie mit drei verschiedenen Vätern: Das älteste Kind lebt bei seinem Vater in Deutschland. Die beiden mittleren Kinder leben bei der Grossmutter, nur das Baby lebte bei ihr. Die Mutter habe beantragt, dass zwei dieser Kinder wieder bei ihr leben könnten und ein sogenanntes «Replatzierungsgesuch» gestellt, erklärte die Kantonspolizei St.Gallen. Laut C. G. soll die Mutter gesagt haben: «Wenn ich mein Baby nicht haben kann, darf es niemand haben.»

Die Mutter wurde in Untersuchungshaft genommen. Der Vater, ein 52-jähriger Schweizer, musste in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Das Paar war der Polizei bekannt. Allerdings sagt die Behörde nicht, aus welchen Gründen.

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