Zum Hauptinhalt springen

«Das war eine öffentliche Hinrichtung»

Nach dem dramatischen Ende einer der spektakulärsten Verbrecherjagden in Grossbritannien hat der Bruder des Toten die Polizei scharf kritisiert.

Hier richtete sich der Mann selbst: Rothbury in England.
Hier richtete sich der Mann selbst: Rothbury in England.
Keystone

Der 39-jährige Bruder von Raoul Moat, Angus, sagte am Sonntag der britischen BBC: "Ich bin wahrscheinlich der einzige Mensch, der seinen Bruder im Fernsehen sterben sah. Das war eine öffentliche Hinrichtung." Der mutmassliche Mörder Raoul M. hatte sich am Samstagmorgen umstellt von Polizisten erschossen. Zuvor war er tagelang gesucht worden, die Grossfahndung wurde teils live im britischen Fernsehen übertragen.

Der Mann war nach einwöchiger Flucht in Rothbury nördlich von Newcastle an einem Flussufer in die Enge getrieben worden. Mehrere Stunden lang versuchten Experten nach Polizeiangaben bei strömendem Regen, den bewaffneten Mann zur Aufgabe zu bewegen. Angus M. sagte der BBC weiter, er habe die Absperrung passieren und selbst mit seinem Bruder reden und ihn beruhigen wollen. "Aber die Polizei sagte mir, die Situation könne noch gefährlicher werden, wenn sie mich durchlassen."

Die Polizei gab nach eigenen Angaben bei dem Vorfall keine Schüsse ab, die Beamten benutzten allerdings Elektroschockpistolen. Angus M. kritisierte, möglicherweise habe erst der Einsatz der umstrittenen Pistolen seinen Bruder dazu gebracht, die auf sich gerichtete Waffe abzudrücken. Möglich sei etwa eine "unfreiwillige Reaktion" auf die Elektroschocks, sagte der 39-Jährige der BBC.

AFP/sam

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch