Zum Hauptinhalt springen

Das war der letzte Funkverkehr mit MH 370

Erstmals haben Behörden den letzten Dialog zwischen der abgestürzten malaysischen Boeing und dem Tower von Kuala Lumpur öffentlich abgespielt. Derweil soll es neue Hinweise auf Trümmer des Fliegers geben.

In Peking haben malaysische Behörden in einer Konferenz erstmals die letzten Funkgespräche mit der Boeing 777 der Malaysia Airlines abgespielt. Die Aufnahmen wurden Angehörigen von Passagieren in einem Hotel vorgespielt. Beim Mitschnitt handelt es sich um ein Gespräch zwischen dem Tower von Kuala Lumpur und Flug MH 370, der wenig später vom Radarschirm verschwand.

Das Gespräch:

Flugzeug: Abfertigung Malaysian 370. Guten Morgen.

Tower: Malaysia 370 – sie halten sich bereit. Malaysia sechs ist freigegeben für Frankfurt über Abflugroute Agosa Alpha. Sechstausend Fuss, zwei, eines, null, sechs...

(Text nicht verständlich)

Tower: … Malaysian 370, welche Flughöhe möchten Sie?

Flugzeug: Malaysian 370 – Wir sind bereit. Wir möchten die Flughöhe drei, fünf, null nach Peking.

Tower: Malaysian 370 hat die Starterlaubnis für Peking über Abflugroute Pibos Alpha. Flughöhe sechstausend Fuss. Transpondercode zwei, eins, fünf, sieben.

Flugzeug: Peking Pibos Alpha, sechstausend Fuss, Transpondercode zwei, eins, fünf, sieben. Malaysian 370. Danke.

Tower: Malaysian 370. Welcome over to ground.

Flugzeug: Guten Tag.

Firma will Wrackteile entdeckt haben

Derweil gibt es Hoffnung bei der Suche nach dem verschwundenen Passagierflugzeug: Ein australisches Unternehmen will im Golf von Bengalen möglicherweise Wrackteile entdeckt haben. Der malaysische Verteidigungsminister Hishammuddin Hussein sagte, China und Australien seien von der Bekanntmachung der Firma Georesonance unterrichtet worden. Die Ermittler arbeiteten nun daran, die Glaubwürdigkeit der Behauptung zu bewerten.

Die Entdeckung wurde 190 Kilometer südlich von Bangladesh gemacht – weit von der Stelle entfernt, an der derzeit gesucht wird. Der Golf von Bengalen liegt im nordöstlichen Teil des Indischen Ozeans, gesucht wird dagegen im südlichen Teil des Meers.

Das Unternehmen betonte, dass eine Verbindung der entdeckten Teile zu dem Flugzeug nicht sicher sei. Der Fund werde untersucht. Man habe chemische Elemente wie Aluminium, Titan oder Treibstoffreste entdeckt, die bei Flugzeugen verwendet würden. Georesonance benutzt normalerweise Fernerkundungstechnologie, um nach Öl, Gas oder Mineralablagerungen zu suchen.

Ende der Suche aus der Luft

Am Montag hatte das australische Einsatzzentrum erklärt, die Suche nach dem Flugzeug werde unter Wasser ausgeweitet, aus der Luft jedoch eingestellt. Geplant ist, die Suche auf ein 700 Kilometer langes und 80 Kilometer breites Areal auszudehnen.

Das Flugzeug der Malaysia Airlines war am 8. März mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. Radar- und Satellitendaten zeigten, dass Flug MH 370 aus ungeklärter Ursache vom Kurs abgewichen war und vermutlich über dem südlichen Indischen Ozean wegen Treibstoffmangels abstürzte.

SDA/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch