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Das Abfackeln des Ölteppichs könnte gelingen

Wird der Ölteppich im Golf von Mexiko angezündet? Bei gewissen Bedingungen könnte dies eine gute Lösung sein. Wie einst schon 1993.

Riesig: Ölteppich im Golf von Mexiko.
Riesig: Ölteppich im Golf von Mexiko.

Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko erwägen die US-Behörden, den Ölteppich im Meer kontrolliert zu verbrennen. Das könnte für die Umwelt ein Segen sein: Durch kontrolliertes Abfackeln direkt am Unglücksort (lateinisch: in situ) kann ein Ölteppich auf See fast ganz beseitigt werden. Dieses «In-Situ Burning» ist nur möglich bei ruhiger See, schwachem Wind und einer Stärke des Ölfilms von mindestens zwei Millimetern.

Oft ist das Abfackeln nur in den ersten Tagen nach Entstehen eines Ölfilms möglich, weil die leicht brennbaren Bestandteile des Öls schnell verdunsten. Im günstigsten Fall können mit dieser Methode bis zu 99 Prozent des Öls beseitigt werden. Im Jahr 1993 wurden vor der Küste von Neufundland (Kanada) mehr als 90 Prozent von dort ausgelaufenem Öl abgebrannt.

Es dürfen keine Wohngebiete im Bereich der Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid enthaltenden Abgaswolke liegen. Zu kurzfristigen Umweltbelastungen durch den schwarzen Rauch kommen Verbrennungsrückstände, die das Meer verschmutzen. Trotzdem wird Öl abgefackelt, wenn es die einzige Möglichkeit ist, noch eine Ölpest an der Küste zu verhindern.

SDA/sam

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