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Chinesisches Altersheim geht in Flammen auf

Bei einem Brand in einem Altersheim in China sind fast alle der 51 Bewohner ums Leben gekommen.

Die Flammen zerstörten alles: Das Gerüst eines ausgebrannten Rollstuhls aus dem Altersheim. (26. Mai 2015)
Die Flammen zerstörten alles: Das Gerüst eines ausgebrannten Rollstuhls aus dem Altersheim. (26. Mai 2015)
Stringer, Reuters

Bei einem Brand in einem Altersheim in Zentralchina sind staatlichen Medienberichten zufolge mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Demnach ging am Vorabend im Ort Pingdingshan in der Provinz Henan ein privat betriebenes Altersheim, in dem 51 Menschen wohnten, in Flammen auf. Noch am Dienstagmorgen lief ein Rettungseinsatz. Die Brandursache war zunächst unklar.

Einige der Leichen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit, wie Xinhua berichtete. Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte die Rettungsmannschaften zu schneller Hilfe für die Verletzten und Familien der Opfer auf. Zudem müssten Ursache und Verantwortliche festgestellt werden.

«Lektionen aus dem Unglück ziehen»

Eine Überlebende des Feuers, die 82-jährige Zhao Yulan, sagte laut Xinhua, nur zwei der elf Personen, die in ihrem Zimmer wohnten, hätten es lebend nach draussen geschafft. Das Feuer zerstörte einen Teil des Seniorenheims, in dem Personen untergebracht waren, die für die Pflege vollständig auf andere angewiesen sind. Xinhua meldete, der rechtliche Vertreter der Einrichtung sei in Gewahrsam genommen worden. Zudem würden die Mitarbeiter von der Polizei befragt.

Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang forderte Behörden im Land auf, sie sollten «Lektionen aus dem Unglück ziehen», wie Xinhua berichtete. Sie sollten alle potenziellen Sicherheitsgefahren untersuchen, um ähnliche Zwischenfälle zu vermeiden.

Altersdurchschnitt steigt

In China nimmt der Anteil der älteren Menschen stark zu. Der Druck auf die Regierung, ihnen Sicherheit und Pflege zukommen zu lassen, wächst ebenfalls. 2013 hatte ein verärgerter Bewohner in einem Pflegeheim in der im Nordosten gelegenen Provinz Heilongjiang aus Unzufriedenheit Feuer gelegt. Dabei kamen er selbst und zehn andere ums Leben.

Xinhua führte Zahlen an, denen zufolge es einen gewaltigen Mangel an Pflegepersonal in China gibt. Demnach arbeiten 220 000 in Heimen für ältere Menschen, gebraucht werden aber zehn Millionen.

SDA/thu

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