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Chemieunfall während Schulunterricht

In der Grenzstadt Weil am Rhein bei Basel zerbrachen Schüler eine Flasche mit Brom. 41 Personen wurden verletzt. Die Schule darf nun einige Tage lang nicht betreten werden.

Bei einem Chemieunfall in einer Schule in der Grenzstadt Weil am Rhein bei Basel sind 41 Menschen verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen haben Schüler ausserhalb des Unterrichts eine Flasche mit Brom zerbrochen. Die näheren Umstände werden noch untersucht.

Der giftige Dampf verätzte die Atemwege von mehreren Schülern und Lehrern sowie von vier Polizeibeamten, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Lörrach mit. Sanitäter versorgten die Verletzten im Schulhof und brachten sie dann in umliegende Kliniken. Die meisten von ihnen wurden bereits wieder entlassen.

Gefahr von Bromhusten

Brom wird im Chemieunterricht unter anderem für den Nachweis von Kohlenstoffverbindungen verwendet. Die Dämpfe können die Haut und die Schleimhäute reizen und in grosser Konzentration zu sogenanntem erstickendem Bromhusten führen.

Die Schulleitung alarmierte sofort die Rettungskräfte und evakuierte das Gebäude. Die Feuerwehr errichtete vor dem Fenster des Klassenzimmers eine Wassersperre, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Mit Atemschutz konnten Fachleute schliesslich einen Teil des giftigen Stoffs sichern. In den kommenden Tagen muss die Schule gründlich dekontaminiert werden, solange darf sie nicht betreten werden.

Grossräumige Absperrung

Die Polizei sperrte während des Einsatzes das Gelände grossräumig ab und rief die Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach wenigen Stunden konnte dann Entwarnung gegeben werden.

Insgesamt waren mehr als 30 Polizeibeamte im Einsatz. Die Feuerwehr kam mit 13 Fahrzeugen. Dabei wurde sie von der Berufsfeuerwehr Basel unterstützt. Zudem kümmerten sich drei Notärzte und zehn Besatzungen von Ambulanzen um die Verletzten.

SDA/mrs

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