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Callgirl-Mörder bleibt lebenslang verwahrt

Das Thurgauer Obergericht muss nun doch nicht überprüfen, ob die lebenslange Verwahrung eines 43-jährigen Schweizers gerechtfertigt ist. Der Anwalt des Vergewaltigers hat die Berufung zurückgezogen.

Der Anwalt hat die Berufung im Auftrag seines Mandanten zurückgezogen, wie er in einer Mitteilung schreibt. Über die Beweggründe seines Mandanten macht er keine Angaben. Die Berufungsverhandlung vom kommenden Montag vor Obergericht Thurgau findet nicht statt. Das Urteil des Bezirksgerichts Weinfelden ist damit rechtskräftig.

Das Bezirksgericht Weinfelden hatte im vergangenen Oktober erstmals seit Annahme der Verwahrungsinitiative eine lebenslange Verwahrung ausgesprochen. Der 43-Jährige, der wegen mehrerer Vergewaltigungen vorbestraft ist, war der vorsätzlichen Tötung und sexuellen Nötigung schuldig gesprochen worden. Er muss eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren verbüssen. Anschliessend beginnt die lebenslange Sicherheitsverwahrung.

Rückfallgefahr als sehr hoch beurteilt

Das Risiko, dass der sadistische Vergewaltiger erneut eine schwere Straftat oder ein Tötungsdelikt begehe, sei sehr hoch, hatte der Präsident des Bezirksgerichts Weinfelden bei der Urteilseröffnung die Massnahme begründet.

Der Angeklagte hatte in der Nacht auf den 27. August 2008 in seiner Wohnung in Märstetten TG ein thailändisches Callgirl aus Zürich getötet, die Leiche in einen Koffer gepackt, mit dem Töffli in einen Wald gefahren und einen Abhang hinuntergeworfen.

Bei der Verhandlung vor Gericht hatte der Mann die Tat abgestritten. DNA-Spuren und Zeugenaussagen belasteten ihn schwer. Mit seinem Urteil war das Gericht den Strafanträgen der Thurgauer Staatsanwaltschaft gefolgt.

SDA/pbe

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