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Bye-bye Sommer

Nur kurz nach der Hitzewelle erfasst eine Kaltfront mit intensiven Niederschlägen die Schweiz. Die Schneefallgrenze sinkt in den nächsten Tagen rapide – bis auf 1000 Meter können nasse Flocken fallen.

Herbstliche Witterung: Ein Mann geht in Crans Montana im Regen einen Hügel hinunter. (30. August 2012)
Herbstliche Witterung: Ein Mann geht in Crans Montana im Regen einen Hügel hinunter. (30. August 2012)
Reuters

Kaum ist die Hochsommerhitze vorbei, gibt es bereits schon wieder ein Lawinenbulletin. Für das Wochenende wird in der Schweiz Schnee bis knapp 1000 Meter über Meer angekündigt. Lawinengefahr herrscht vor allem im Hochgebirge.

Laut dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung erfasst eine Kaltfront das Land. Sie bringt intensive Niederschläge vor allem am Alpennordhang, die bis Samstag andauern. Die Schneefallgrenze sinkt von über 3000 Meter heute Abend auf 2000 Meter morgen früh und auf 1600 Meter in der Nacht auf Samstag.

Gemäss Meteo Schweiz können während intensiver Niederschlagsphasen nasse Flocken besonders in engen Alpentälern sogar bis knapp auf 1000 Meter herab fallen. «Sommer ade», schrieb das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie heute. Entsprechend sind die Temperaturen herbstlich kühl: Sie erreichen morgen und am Samstag nur etwa 11 bis 15 Grad. Ab Sonntag dürfte es etwas freundlicher, aber nicht richtig warm werden. Ein Höhentief über dem Mittelmeerraum bringt immer noch relativ viel Feuchte. Eine sommerliche Wetterlage ist momentan nicht mehr in Sicht.

In der Höhe bis zu einem Meter Schnee

Nach einem oft sonnigen und heissen August lag nur auf den Gletschern des Hochgebirges Schnee. Auch diese waren meist nur an Nordhängen oberhalb von rund 3500 Metern schneebedeckt. Der erwartete Schnee fällt somit meist auf aperen Grund oder auf Blankeis.

Bis Samstagmittag fallen oberhalb von 3000 Metern gemäss dem heute veröffentlichten Lawinenbulletin folgende Schneemengen: Alpennordhang 60 bis 100 Zentimeter, Wallis, Tessin und Graubünden 30 bis 60 Zentimeter. Auf 2000 Meter fallen am Alpennordhang 10 bis 20 Zentimeter, im Wallis, im Tessin und in Graubünden bis 10 Zentimeter Schnee.

Der Wind weht meist schwach, in der Nacht auf Samstag vorübergehend mässig bis stark aus Nord bis Nordost. Dabei entstehen vor allem im Hochgebirge Triebschneeansammlungen.

Einzelpersonen können Lawinen auslösen

Die Gefahr für trockene Lawinen steigt vor allem oberhalb von 2500 bis 3000 Meter an. Einzelpersonen können Lawinen auslösen. Vor allem am Alpennordhang sind spontane Lawinen bis mittlerer Grösse möglich. Die Verhältnisse für Hochtouren sind ungünstig.

Unterhalb von 2500 bis 3000 Metern sind spontane nasse Rutsche aus glatten Grashängen und Felsplatten zu erwarten. Die Mitreiss- und Absturzgefahr muss beachtet werden. Insbesondere Rutsche aus Strassenböschungen können hoch gelegene, exponierte Verkehrswege gefährden.

Am Sonntag und Montag nimmt die Gefahr von trockenen Lawinen langsam ab. Die Gefahr von nassen Rutschen bleibt mit steigenden Temperaturen und gebietsweise Regen aber bestehen.

SDA/rbi

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