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Bündner Bär hält sich versteckt

Der Braunbär, den ein Polizist im Münstertal gesichtet hatte, bleibt verschwunden. Jetzt holen sich die Bündner Informationen im Südtirol.

Von dem im Bündner Münstertal beobachteten Braunbären fehlt jede Spur. Sollte er wieder auftauchen, wäre er der vierte Bär, der in den letzten fünf Jahren nach Graubünden eingewandert ist.

Bisher sei es bei der einen Meldung eines Kantonspolizisten geblieben, sagte Jagdinspektor Georg Brosi am Freitag auf Anfrage. Der Polizist hatte den Bären am Donnerstagmorgen im Münstertal auf eine Distanz von 170 Metern beobachtet. Danach verschwand das Tier.

Der Bär hinterliess weder Spuren noch sonst Material, das für eine Analyse zur Bestimmung seiner Identität brauchbar gewesen wäre. Die Behörden im Südtirol (I) sind daran, mit einer DNA-Analyse jenes Tier zu identifizieren, dass in letzter Zeit im Vinschgau gesichtet wurde. Brosi vermutet, dass es sich um den gleichen Bären handelt.

Geblieben ist keiner

Die Wildhut im Münstertal sucht nicht aktiv nach dem Tier, zumal sich das Wetter am Freitag grau in grau zeigte. Landwirte und Bienenzüchter wurden über die Beobachtung informiert, die Abfallbehälter an den Passstrassen so gesichert, dass Bären nicht an die Überreste kommen.

Falls sich die erste Beobachtung bestätigen sollte, wäre der Einwanderer der vierte Braunbär, der sich in den letzten fünf Jahren in Graubünden aufgehalten hat. Geblieben ist keiner von ihnen.

«JJ2» alias «Lumpaz» war der erste Bär, der im Sommer 2005, rund 100 Jahre nach dem Abschuss des letzten Tieres im Val S-charl bei Scuol Bündner Boden betrat. Er gilt seit September 2005 als verschollen und dürfte tot sein.

Es folgten im Sommer 2007 die Bären «JJ3» und «MJ4». «JJ3» verbrachte den Winterschlaf in Graubünden und wurde im April 2008 von der Wildhut erlegt. Er hatte sich zu oft in bewohnten Siedlungen herumgetrieben. «MJ4», der scheue und unauffällige Bär, der den Raum Engadin/Münstertal durchstreifte, wanderte ab in den Süden.

SDA/oku

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