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Brutale Ausschreitungen nach dem Tod eines Fussball-Fans

Bei Zusammenstössen gewaltbereiter Fussballfans und Nationalisten mit der Polizei sind in Moskau drei Menschen schwer verletzt und 65 Personen festgenommen worden.

Die Polizei kennt keine Gnade: Ein verhafteter Hooligan wird am Boden festgehalten.
Die Polizei kennt keine Gnade: Ein verhafteter Hooligan wird am Boden festgehalten.
Keystone

Mehr als 2000 Demonstranten erinnerten am Samstag mit einer Kundgebung in der Nähe des Kremls an einen Anhänger des Fussballclubs Spartak Moskau, der während eines Streits an einer Bushaltestelle erschossen worden war. Polizei in Schutzausrüstung versuchte die Menge unter Kontrolle zu halten.

Während der Kundgebung auf dem Manesch-Platz wurden nationalistische Parolen skandiert, einige Teilnehmer schleuderten brennende Fackeln gegen die Sicherheitskräfte und rissen Schmuck von einem Weihnachtsbaum. Mindestens drei Menschen wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti schwer verletzt. Polizeisprecher Viktor Birjukow erklärte Medienberichten zufolge, 65 Personen seien festgenommen worden.

Von Gummigeschossen tödlich getroffen

Der Spartak-Fan war am Montag von Gummigeschossen tödlich getroffen worden. Die Festnahme eines aus der Kaukasusregion Kabardino-Balkarien stammenden Verdächtigen hat die schwelenden ethnische Spannungen in der russischen Hauptstadt in den vergangenen Tagen verstärkt. Ein Gericht ordnete am Samstag die Festnahme zweier weiterer Verdächtiger aus Dagestan ebenfalls im Kaukasus stammen.

Laut Interfax gerieten nach den Zusammenstössen mehrere Demonstranten mit Sicherheitskräften in einer U-Bahn-Station aneinander. Sie hatten demnach in einem Wagen einen offenbar aus dem Kaukasus stammenden Fahrgast entdeckt. Der Moskauer Polizeichef sagte den Anführern des Protests umfassende Ermittlungen zum Tod des Fussballfans zu.

dapd/pbe

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