Zum Hauptinhalt springen

Brasilianische Demonstranten schiessen mit Pfeil und Bogen

In Brasília kam es zu Zusammenstössen zwischen Ureinwohnern und der Polizei. Um eine kleine Protestgruppe vom WM-Stadion fernzuhalten, wurde Tränengas eingesetzt. Die Volksgruppe antwortete auf ihre Art.

Wollen keine Fussball-WM: Brasilianische Ureinwohner versammeln sich, um ihre Abneigung gegen den Grossanlass kundzutun. (27. Mai 2014)
Wollen keine Fussball-WM: Brasilianische Ureinwohner versammeln sich, um ihre Abneigung gegen den Grossanlass kundzutun. (27. Mai 2014)
Eraldo Peres, Keystone
«Wir Ureinwohner unterstützen die Menschen, die wegen der Fussball-WM umgesiedelt werden»: Botschaft der Demonstranten. (27. Mai 2014)
«Wir Ureinwohner unterstützen die Menschen, die wegen der Fussball-WM umgesiedelt werden»: Botschaft der Demonstranten. (27. Mai 2014)
Joedson Alves, Reuters
Traditionelle Kopfbedeckung: Ein Demonstrant zeigt Einsatz. (27. Mai 2014)
Traditionelle Kopfbedeckung: Ein Demonstrant zeigt Einsatz. (27. Mai 2014)
Eraldo Peres, Keystone
1 / 7

Bei Protesten einer indigenen Volksgruppe ist es in Brasília zu schweren Unruhen gekommen. Wie örtliche TV-Sender am Dienstag berichteten, setzten Bereitschaftspolizisten Tränengas gegen eine kleine Gruppe von Demonstranten ein, als diese sich dem neuen WM-Stadion nähern wollten. Einige Protestler schleuderten daraufhin Gaskanister, Steine und Holzstücke auf die Beamten, andere schossen sogar mit Pfeil und Bogen.

Eines der Geschosse durchbohrte das Bein eines Polizisten. Er muss sich nun nach Behördenangaben operieren lassen. Zudem seien zwei Ureinwohner verletzt worden, sagte eine Aktivistengruppe der Zeitung «Globo». Wie sie zu Schaden kamen, war jedoch ebenso unklar wie ihr Zustand.

Grund sind die Milliardensummen

Wegen den Unruhen musste eine vor dem Stadion geplante Zeremonie abgesagt werden, bei der die WM-Trophäe präsentiert werden sollte.

Anlass der Proteste waren Klagen indigener Volksgruppen über geplante Gesetze, die eine Verkleinerung einiger ihrer Reservate vorsehen. Den rund 300 Aktivisten schlossen sich auch Demonstranten an, deren Zorn sich gegen die bevorstehende Fussballweltmeisterschaft richtet. Grund sind die Milliardensummen, die das Grossereignis verschlungen hat. Das Geld sollte aus Sicht vieler Brasilianer besser in die Verbesserung der maroden öffentlichen Dienste fliessen.

Die Weltmeisterschaft beginnt am 12. Juni und endet am 13. Juli.

AP/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch